Aufsehen erregender Fund aus der Hallstattzeit

  • Der Henkel des bronzenen Schöpfgefäßes ist mit Tierfiguren verziert
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    foto: apa-foto: naturhistorisches museum wien

    Der Henkel des bronzenen Schöpfgefäßes ist mit Tierfiguren verziert

Grab eines in ein Bärenfell gehüllten Mannes enthielt zahlreiche Beigaben aus Bronze

Linz - Archäologen haben im Gräberfeld des Salzbergs im oberösterreichischen Hallstatt einen Aufsehen erregenden Fund gemacht: Ein großer Bronze-Eimer ist darunter das Prunkstück, außergewöhnlich auch die Entdeckung des Grabmals eines großen kräftigen Mannes, der in einem Bärenfell bestattet worden war. Das gab das Naturhistorische Museum Wien in einer Presseaussendung am Freitag bekannt.

Es handelt sich laut Achäologen um hochqualitative Funde aus der jüngeren Hallstattkultur (600 bis 400 vor unserer Zeitrechnung). Der etwa 40 bis 50 Zentimeter hohe Bronze-Eimer könnte als Mischgefäß für Weine gedient haben. Es sei der fünfte Behälter dieser Art, der zweite überhaupt aus der jüngeren Zeitstufe der Hallstattkultur, den man bisher in dem Gräberfeld fand. Außerdem wurde ein Schöpfgefäß aus Bronze mit einem Henkel in Form einer Rinderfigur und eines Kalbs ausgegraben.

Zum 50-jährigen Grabungsjubiläum des Teams des Naturhistorischen Museums in Hallstatt kamen auch ein prunkvolles und seltenes Dolchmesser aus Bronze und das Grab 99, in dem ein älterer Mann bestattet wurde, zum Vorschein. Besonders auffällig seien Reste von Bärenkrallen, es scheint, als sei der Mann in einem Bärenfell bestattet worden, hieß es aus dem Museum. Er war mit vielen Beigaben ausgestattet, darunter ein Klappmesser und eine äußerst rare dreiflügelige skythische Pfeilspitze aus Bronze. Bei ihm wurden erstmals quergerippte Bernsteinperlen als Grabbeigabe gefunden. Er dürfte anders als die bisher in Hallstatt gefundenen Bergleute der Elite angehört haben und sei damit eine Ausnahme. (APA/red)

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"Grabmals eines großen kräftigen Mannes"

kann man denn aus den gefundenen knochen darauf schließen, dass jemand kräftig war?

Ja. Zb aufgrund der Sehnenansätze usw.

Selbstverständlich kann man darauf schließen und es gibt einen eigenen Berufsstand, der sich ausschließlich damit beschäftigt: die Anthropologen.

bernstein

gibts da auch nicht.
salz.

Und wieder schlägt die Allgemeinbildung gnadenlos zu.

oje! kipfer und zinn wahrscheinlich auch nicht. teufel auch!

u statt i, selbstredend.

keine Kipferln??

vielleicht auch importiert?

(Fern-) Handel!

völlig unmöglich

Die Leute gingen ja damals zu Fuß!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Oder war das Rad schon erfunden? *grübel*

Es gibt bereits Literatur über Fernhandel, Import und Export zu jener Zeit.

Was hatten die Skythen in Oberösterreich zu suchen? Lebten die nicht viel weiter im Osten?

Ein Tourist?

Garnix. Deswegen isser ja gestorben.

;-)

Huhu, Handel vielleicht?

Den haben nicht erst die Römer erfunden!

upsi -

und schon wieder ist ein weltbild durcheinander gekommen.

sind wie die Germanen zugewandert

migranten halt wie die Germanen, die die autochtonen Kelten verdrängt haben.

germanen sidn nie zugewandert sondern die franken haben österreich erobert und die sprache eingeführt... germanen gabs heir nie... germanen werden die vorfahren der franken genannt..

numerus klausus flüchtlinge? ;-)

Was hatten die Skythen in Oberösterreich zu suchen?

Asylwerber?

Die Skythen waren Kopfjäger und kamen vielleicht auf der Suche nach seltenen Mostschädeln.

Vielleicht haben sie ihren Most mit der Pfeispitze "bezahlt".

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