Wissenschaftlicher Streit um Wasser im Inneren des Mondes

6. August 2010, 19:04
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Aktuelle Studie widerspricht den Schlüssen, die im Juni erst aus Gesteinsanalysen gezogen wurden

Washington - Trocken oder nicht trocken, das ist hier die Frage. Rechtzeitig zum 80. Geburtstag von Mondpionier Neil Armstrong gibt es einen Forscherstreit darüber, ob es auf dem Erdtrabanten Wasser gibt oder nicht. Nachdem im Juni Wissenschafter nach Gesteinsanalysen behauptet haben, dass es zumindest Spuren von H20 im Inneren des Erdtrabanten geben muss, folgt nun die Gegendarstellung.

Bei Untersuchungen der Gesteinsproben auf die verschiedenen Varianten des Elements Chlor fanden andere Forscher dramatisch mehr Chlor-Isotope als auf der Erde. Grund für die Vielfalt: auf dem Mond fehlt Wasserstoff. Mit diesem hätte sich Chlor nämlich zu einem flüchtigen Gas verbunden. Ohne Wasserstoff könne sich aber auch Sauerstoff nicht zu Wassermolekülen verbinden, so das in "Science" vorgetragene Argument der Forscher. (tasch/DER STANDARD, Printausgabe, 7./8. 8. 2010)

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    "Wenn ich nur wüsst', was drinnen ist ..."

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