Kontakt zu Trekkinggruppe hergestellt: Österreicher wohlauf

07. August 2010 09:39

Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut - Keine Hoffnung auf Entspannung in Hochwassergebieten - mit Video

Wien/Leh -"Es gelingt uns laufend, Kontakt zu weiteren Österreichern in der Region aufzunehmen, aber wir sind noch nicht ganz am Ziel. Wir haben noch nicht alle Gesuchten gefunden", erklärte am Samstagnachmittag Außenamtssprecher Harald Stranzl gegenüber der APA. Laufend würden sich Angehörige melden, die ihre Lieben im Hochwassergebiet in Kaschmir vermuten.

In der Stadt Leh wird ein "Sammellager" eingerichtet, wohin sich die Österreicher wenden können, um dort betreut zu werden. Aktuell fand in Neu Delhi ein Koordinationstreffen der EU-Staaten statt, um eine mögliche Evakuierung der Europäer zu organisieren.

Der Botschaft in Neu Delhi war es heute schließlich gelungen, Kontakt über den lokalen Reiseveranstalter und über diesen auch zur europäischen Trekkinggruppe mit österreichischen Mitgliedern in Ladakh aufzunehmen. "Diese sind glücklicherweise wohlauf, es geht ihnen den Umständen entsprechend gut", freute sich Stranzl.

Weitere neun Reisegruppen mit rund 90 Personen, darunter 60 bis 70 Prozent Österreicher, waren im fraglichen Gebiet unterwegs. Laut Christian Hlade, Leiter des heimischen Veranstalters "Weltweitwandern" konnte auch zu diesen Kontakt aufgenommen werden. Sie seien nach allen vorliegenden Informationen wohlauf.

In Österreich war am Freitag ein Krisenstab, bestehend aus Außen-, Innen- und Verteidigungsministerium, gebildet und eine Hotline für Angehörige (01/53115/4411) eingerichtet worden. Die Österreichische Botschaft in Neu Delhi wiederum bemühte sich in Abstimmung mit den EU-Partnern und den indischen Behörden, die Vermissten zu finden. Je ein Beamter des Außen- und des Innenministeriums aus der Vertretung standen bereit, in die etwa 1.000 Kilometer entfernte Region zu reisen.

Keine Hoffnung auf Entspannung

Die Hochwassergebiete in Pakistan sind am Samstag erneut von Regen heimgesucht worden. Die Lage dürfte sich in den kommenden Tagen noch verschärfen: Nach Niederschlägen im benachbarten Afghanistan dürfte der Kabul-Fluss eine neue Hochwasserwelle in den Nordwesten Pakistans tragen, sagte der pakistanische Meteorologe Farooq Dar voraus. Von den Überschwemmungen sind nach offiziellen Schätzungen bis zu 13 Millionen Menschen betroffen, etwa 1.500 Menschen kamen bisher in den Fluten ums Leben.

Die UN stuften die Katastrophe in Bezug auf die Zahl der Hilfsbedürftigen und die Schäden an der Infrastruktur als ebenso schwerwiegend ein wie das Erdbeben in Kaschmir 2005, das 73.000 Menschen das Leben kostete. Die Fluten rissen Straßen, Brücken und Kommunikationsleitungen mit sich fort, was die Rettungsarbeiten erheblich erschwert. Neben zivilen Hilfsorganisationen sind rund 30.000 pakistanische Soldaten im Einsatz, um Lebensmittel zu verteilen, Notunterkünfte für Flüchtlinge zu errichten und Brücken wieder aufzubauen.

Der pakistanisch Präsident Asif Ali Zardari setzte unterdessen ungeachtet scharfer Kritik seine Europa-Reise fort. Sein Sohn, Bilawal Bhutto Zardari, verteidigte seinen Vater am Samstag vor Reportern in London: "Mein Vater tut alles, was er kann, um dem pakistanischen Volk zu helfen." Der Präsident habe auf seiner Reise durch Frankreich und Großbritannien bereits Hilfsgelder in zweistelliger Millionenhöhe für die Hochwasser-Opfer eingeworben, sagte Bhutto Zardari.

Zugleich erklärte der 21-Jährige, er sei noch nicht bereit für eine eigene politische Karriere. Bhutto Zardari ist der Sohn der einstigen Ministerpräsidentin Benazir Bhutto, die Ende 2007 kurz nach ihrer Rückkehr aus dem Exil einem Mordanschlag zum Opfer fiel.

In der indischen Himalaya-Region Ladakh stieg die Zahl der Toten nach einer Sturzflut auf mindestens 130. Weitere 400 Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt. Nach einem Nachlassen des Regens Samstag früh begannen tausende Soldaten und Polizisten mit den Aufräumarbeiten, und der Flughafen der Stadt Leh nahm seinen Betrieb wieder auf.

In Leh und Umgebung hatte die Sturzflut Häuser, Autos und Busse fortgerissen. Die Wassermassen hätten eine Fläche von 150 Quadratkilometern verwüstet, erklärte der Polizeichef des Unionsstaats Kaschmir, Kuldeep Khoda. Nordöstlich von Leh retteten Einsatzkräfte nach Angaben eines Heeressprechers 150 Menschen, darunter 100 ausländische Touristen. Die Region ist bei Bergsteigern und Naturfreunden beliebt.

Die Rettungsarbeiten wurden durch rasch fließendes Wasser und Trümmerteile erschwert. Ein Augenzeuge erklärte, der Schlamm in Leh türme sich stellenweise drei Meter hoch. Busse seien zwei Kilometer weit mitgerissen worden. Auch Zufahrtsstraßen waren beschädigt, was die Lieferung von Hilfsgütern und die Abreise von Urlaubern erschwerte. (APA)

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25 Postings
tja_echt_blöd
08.08.2010 13:12
Werte Redaktion!

Unter "Hochwasser in Pakistan" einen Artikel zu setzten, der über die Trekkinggruppe in Ladakh berichtet, ist - sagen wir mal - gewagt!
Oder habt Ihr selbst da in der Geographiestunde gefehlt?? Qualitätsjournalismus à la Std...

eel
07.08.2010 19:36

impressive pictures from pakistan:
http://www.boston.com/bigpictur... istan.html

GuSchin
07.08.2010 16:30
So viel Ignoranz und Dummheit tun weh

Ladakh ist ein normalerweise sicheres Gebiet, in dem eben so viel oder wenig mit Umweltkatastrophen zu rechnen ist, wie in Österreich. Dort fährt man nicht auf Abenteuerurlaub hin, sondern auf einen (relativ) gefahrlosen Trekkingurlaub. Meine Lebensgefährtin gehört zu den "Kasperln", die dort festhängen. Es kann sich wohl keiner von Euch selbstgerechten Ignoranten vorstellen, wie man sich fühlt, wenn sich der liebste Mensch, von der Welt abgeschnitten, in einem Katastrophengebiet befindet und man nicht weiß, wie ob er in Sicherheit und wohlauf ist. Das Leid der Ladakhis mindert in keiner Weise das Leid der betroffenen Touristen und deren besorgten Angehörigen. Statt Mitgefühl zu zeigen, sitzt Ihr hier im Trockenen und ätzt. Erschütternd!

tja_echt_blöd
08.08.2010 12:48
...Ignoranz und Dummheit...

werden auch von den "Qualitäts"medien unterstützt, da man ja nicht so einfach wissen kann, dass Ladakh (Leh) nicht in Pakistan liegt. Sollte mMn besser herausgearbeitet werden, nur so am Rande....Die Leute lesen Pakistan und denken sofort, dass jeder, der dort hinfährt, selber schuld ist, wenn er in einen Schlamassel gerät.
Ihrer Freundin wünsche ich jedenfalls alles Gute, ebenso ALLEN, die von dieser Naturkatastrophe betroffen sind!

marcopolo1971
 
08.08.2010 11:20

Jetzt wälz mal bitte nicht das selbstgewählte Risiko dieser Leute auf andere ab. Sie wollten irgendeinen "Kick" und verloren das Maß, also erzähl uns hier keine Gschichterln.

tja_echt_blöd
08.08.2010 12:53
der Kick eines Trekkingurlaubes in Ladakh besteht in der atemberaubend schönen Naturkulisse und der Begegnung mit

einer Kultur, von der wir uns ein bissl was abschauen können - ebenso wie die Ladakhis ein bissl was von uns ;-)
btw, Sie wissen schon, dass Ladakh nicht in Pakistan liegt??

Allmächtiger Satan
07.08.2010 16:16

Trekken nennen es die einen, Terroristencamp nennen es die anderen. Diese "Touristen" sollten mal ordentlich verhört und watergeboardet werden.

marcopolo1971
 
07.08.2010 15:26

na, hauptsache die österreicher san wohlauf, die andern können ruhig runterpurzeln oder erfriern...

-Lucien-
07.08.2010 14:24

Solche Kasperln! Wer in so ein Land geht, soll dann selber schauen, wie er wieder heil heim kommt!

tja_echt_blöd
08.08.2010 12:56
welches Land meinen Sie mit SO EINEM Land?

lernen's Geographie!

pardon!
07.08.2010 17:46

tun sie sich und den menschen einen gefallen und bleiben sie in dem loch, aus dem heraus sie posten.

Ivan Fedorov
07.08.2010 16:29
in so ein land?

Zum Glück gab es in Österreich noch nie Überschwemmungen, Felsstürze, Lawinen (Galltür anyone?) mit katastrophalen Ausmaßen, bei denen Menschen gerettet werden mussten...

Mahnende Stimme
 
07.08.2010 15:58
WOHIN?

Also welches Land meinen sie?
In England bei einem Anschlag verletzt werden?
In Spanien bei einem Anschlag auf einen Zug umkommen?
In Russland bei einem Waldbrand verletzt werden?
Im Baskenland von Sparatisten in die Luft gesprengt werden?
In Österreich bei einem Hochwasser ertrinken, oder bei einem Unwetter von einem Baum erschlagen werden?
Wo darf man ihrer Meinung nach hinfahren?

Gary Grantscherbn
07.08.2010 15:17
Hausmeister

Ich hab jetzt diesen Artikel geklickt, um zu sehen, was Hr. und Fr. Posterich hier von sich geben. Prompt das Übliche: wer sich aus dem Haus wagt, ist selbst schuld, weil es ist ja sowieso lebensgefährlich. Und daher jetzt ällebätsch, ätsch, hurra... Wo wär's denn Ihrer Meinung nach recht? Grado könnt schon gefährlich werden, denn wenn eine Überschwemmung kommt, wird's gefährlich...äh...sorry, selbst schuld,..., in den Tiroler Alpen könnt hingegen die Mure daherkommen. Oder die Lawine. Na ja, selbst schuld, wer sich in so eine Gegend begibt. Pongau im Dezember? Wer in die Perchtengegend fährt, ist ja selbst schuld.

Wunderbare Welt
 
07.08.2010 11:22
das is ja das wichtigste...

das unsere leute wohlauf sind. ringsum sterben die leut aber den österreichern gehts gut.....

Ivan Fedorov
07.08.2010 11:43

Der Standard ist nunmal eine österreichische Zeitung, gerade die online-Version wird von sehr vielen Menschen hier gelesen. Ergo ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass irgendjemand, der die Betroffenen kennt, hier mitliest und durchaus Interesse daran hat, diese Information zu bekommen...

Acht 1
 
07.08.2010 13:28
Stimme

Stimme ihne voll und ganz. Seien wir froh das es wenigstens einige wohlbehalten davongekommen sind. Hingen sollten wir unser möglichstes tun umd das leid der vieln Opfer/Angehörige zu lindern.

dr.ban cok
07.08.2010 14:38

was schlagen sie vor? was sollen wir tun um das leid zu lindern?

tja_echt_blöd
08.08.2010 12:40
eine konkrete Möglichkeit ist

Kontaktaufnahme mit Hrn. Ch. Hlade unter www.weltweitwandern.at
Es hat persönliche Kontakte und kann Ihnen sicher eine Kontonummer geben, sollten sie keine seiner - zugegebenermaße sauteuren - Reisen buchen wollen, wo auch immer ein Teil der Kosten in ein Unterstützungsprojekt fließen. Lesen sie mal auf der Seite und Sie werden finden!

free spirit
07.08.2010 11:04
die behörden dort haben derzeit sicher nichts besseres zu tun

als sich um das wohlergehen und den möglichst angenehmen aufenthalt einer urlaubstruppe zu kümmern...

Acht 1
 
07.08.2010 13:28

Was ist dei Information dieses Postings ?

Woerns24
 
07.08.2010 13:27

Das lesen die Angehörigen wahrscheinlich ziemlich gerne - Wie weit denkst du eigentlich? free spirit? stimmt wohl...

living reef
07.08.2010 09:00
in der gegend ist kontaktaufnahme auch unter normalen umständen nicht immer möglich

also nicht gleich sommerlochmäßig hochspielen und dramatisieren. die haben sicher adventure urlaub gebucht und jetzt haben sie möglicherweise adventure pur und können dann im herbst bei den unsäglichen karlich oder russwurmshowas über ihr "überleben" berichten...

wero2
07.08.2010 01:31
Leh

was hat diese stadt, oder region
a. mit den hochwasseern zu tun
b. mit den konflikten unsererseits
c. mit welcher welt überhaupt...

wero2
07.08.2010 01:26
Leh ist eine ruhige und freundliche stadt

allso - WER - wird dort vermisst

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