DER STANDARD zieht Bilanz zu 20 Jahren Internet

6. August 2010, 18:59
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Seit dem 10. August 1990 ist Österreich online, die Uni Wien wurde per Standleitung an das weltweite Netz angeschlossen. In den vergangenen zwanzig Jahren hat keine vergleichbare Innovation unser Leben stärker verändert. Keine Generation vor uns machte in solch kurzer Zeit derartige technologische Veränderungen mit. Internet und Handy gehören inzwischen selbstverständlich zu unserem Leben.

In dieser Schwerpunktausgabe kommen Pioniere zu Wort. Wir ziehen Bilanz und zeigen auch negative Seiten dieser Entwicklungen auf: etwa das zunehmende Problem, persönliche Daten zu schützen. Oder wie wenige Konzerne die ganze Welt kontrollieren. Wir blicken aber auch nach vorn, wie die digitale Neuvermessung der Welt aussehen könnte, wie alte Bücher erhalten und demokratische Entwicklungen gefördert werden können.

Der Medienkünstler Richard Kriesche hat drastisch in die Bildwelt der Ausgabe eingegriffen (Ansichtssache). Jedes Foto ist zumindest teilweise verpixelt, die dreidimensionale Darstellung einiger geschah mithilfe eines Computerprogramms von Joanneum Research. Die Originale der am stärksten veränderten Bilder (gekennzeichnet durch Nummern) finden sich in dieser Ansichtssache. Durch diese künstlerische Intervention entsteht eine eigene Ästhetik, aufgezeigt werden auch Manipulationsmöglichkeiten.

Otto Beigelbeck und Rudi Reiterer waren für die Gestaltung verantwortlich. Karin Tzschentke und Helmut Spudich haben ihr NetBusiness-Know-how eingebracht, Bettina Stimeder war für die Koordination dieser Geburtstagsausgabe verantwortlich.

Alexandra Föderl-Schmid, Chefredakteurin (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 07.08.2010)

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