Deutschland

Lehrermangel so groß wie noch nie

06. August 2010 14:59

Nun sollen verstärkt pensionierte Lehrer und Quereinsteiger eingestellt werden

Frankfurt/Main - Vor Beginn des neuen Schuljahres beklagen Lehrerverbände in Deutschland einen dramatischen Pädagogenmangel an den Schulen. Der Deutschen Philologenverband schätzt die Zahl der fehlenden Lehrkräfte auf rund 45.000. "So groß war der Lehrermangel in Deutschland noch nie", sagte der Verbandsvorsitzende Heinz-Peter Meidinger. Abhilfe sollen pensionierte Lehrer und Quereinsteiger schaffen. Für junge Leute ist das Lehramtsstudium trotzdem keine Jobgarantie, denn es kommt auf die Schulform, das Fach und die Region an.

Besonders dramatisch ist nach Angaben von Meidinger die Lage in den Bereichen Naturwissenschaften und Mathematik, wo bis zu 30.000 Pädagogen fehlen. So hätten beispielsweise die 300 staatlichen Gymnasien in Bayern 460 Mathematiklehrer für das Schuljahr angefordert, bekommen hätten sie aber nur 180. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Josef Kraus, sieht die Ursache für den gravierenden Mangel an Lehrern darin, dass in den 1970er Jahren wegen des Geburtenbooms extrem viele Pädagogen eingestellt wurden, die nun aus dem Beruf ausscheiden. Kraus sprach sich dafür aus, den Bedarf an Lehrern mit pensionierten Kräften auszugleichen. "Jedoch müssen die Bedingungen attraktiver gestaltet werden", forderte er. Quereinsteiger hält der Verbandspräsident nur bedingt für eine Lösung, bevor der Unterricht ganz gekürzt oder die Klassen vergrößert werden müssten.

Um zukünftig den Lehrermangel zu bekämpfen, forderte Kraus die Kultusminister der deutschen Bundesländer auf, differenziert nach Fächern, Schulformen und Regionen Bedarfsprognosen zu erstellen. Denn häufig wüssten viele Berufsanfänger nicht, wo der Bedarf am größten sei, betonte er. Meidinger sprach sich für eine bundesweite Lehrerbörse zur Bündelung von Stellenangeboten aus, denn häufig würden sich die Bewerbungsfristen in den Ländern oder deren Bedarfsmöglichkeiten unterscheiden. Aus der Kultusministerkonferenz hieß es, dass derzeit an einer Umfrage zum Einstellungsbedarf und Angebot in den Ländern gearbeitet werde. (APA)

 

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Posting 1 bis 25 von 52
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nest68
09.08.2010 22:33
Selber schuld Germany

Wenn Deutschland heute noch immer auf die Bekleidung der Lehrer schaut und verbote macht. Ist es kein Wunder das sie nicht ausreichende Lehrer haben.Tja so ist das Leben:)

clangi
09.08.2010 18:34
welch glück für unsere lieblingsnachbarn...

dass unsere werte frau bm schmied ihnen die lehrer scharenweise liefert!
wer wird bei der von ihr begonnenen lehrerhetze noch in grenznahen schulen (braunau...) in österreich unterrichten?
einfach über die grenze, wertschätzung, erheblich höheres gehalt, sicherheit von anfang an bei ein paar stunden mehr...

Mike Webman
09.08.2010 08:01
Die frei werdenden Militaristen...

... der schrumpfenden Bundeswehr einfach in die Klassenzimmer übersiedeln. Da kommt wieder mehr Zack und Disziplin in deutsche Schulen!

sociovation
08.08.2010 14:38
Lehrer ist ein Beruf für ausgeprägte

Sozialmasochisten.
Von Politik und Medien das Image sukzessive ruiniert, von der Gewerkschaft dabei kräftigst unterstützt.
Dafür die höchste Burnout-Rate aller Berufe.
Nur extrem selbstschädigende Meschen werden diese Beruf wählen.
Interessanterweise haben das die Männer offenbar schon längst kapiert, daher der totale Männermangel bei den Lehrern. Mal schauen, wie lange die Frauen brauchen, bis auch sie draufkommen.
Also werden wir halt nach Bau und Pflege auch hier jede Menge ImmigrantInnen brauchen - allerdings: Ausländer und Lehrer, das ist dann Ausgrenzung pur...

Agnostiker1
08.08.2010 14:05
Der Schweinezyklus lässt grüßen !!!!

Hubert Ungeist
09.08.2010 07:31
SchweineBAUCHzyklus..

und ich glaubs nicht das es so kommt

Herrlich!
08.08.2010 15:18

Bei den Lehrern kann man das Wort "Schweinezyklus" ruhig wortwörtlich nehmen ...

Phillip Decker
08.08.2010 12:39
Bedarfsausgleich....

"...den Bedarf an Lehrern mit pensionierten Kräften ausgleichen.."Neu eingestellte Pensionisten bekommen Rollstuhl und Hörgerät gratis zur Verfügung gestellt, die Klassenordner werden dazu verpflichtet, gegebenenfalls den Herzschrittmacher in Schwung zu halten und bei Tod während des Unterrichtes bekommt man die Goldene Kreide im Aspirinkranz verliehen... Der deutsche Held stirbt heute im Klassenzimmer...

Hubert Ungeist
09.08.2010 07:32
Damit wären sie wieder mal privilegiert..

weil ASVGLer in der Regel keine adäquante Hörgeräte gratis bekommen

Advaita0
07.08.2010 22:15
In einem anderen Artikel wollen die Deutschen das Heer halbieren!

Achtung! Stillgestanden! Rührt Euch!
Demnächst in Ihrer Schule...Betragensnoten steigen sprunghaft

erich pammer
07.08.2010 20:08
Lehrer

je mehr gegen uns gehetzt wird, desto lieber bin ich Lehrer, weil ich weiß, dass die meisten Kritiker nur doofe Dumpfbacken sind, die ihren Frust absch,eimen. Wenn ich von denen Zustimmung bekäme, würde ich mch ernsthaft fragen, was ich falsch mache..
wenn dich die lästerzunge sticht, so lass zum Trost dir sagen, die schlechtesten früchte sind es nicht, waoran die Wespen nagen...
das ganze it doch ein affentheater, vor ein paar jahren legte man uns nahe mit 50 in pension gehen (was einige machten), jetzt sllen wir wieder bis 890 gehen. sollte man nicht einmal die schulpolitker an den Ohren ziehen, was die da fuhrwerken?

Geh!danke
07.08.2010 16:57
Vielleicht kommen Journalisten und Ministerin endlich ins Nachdenken darüber, was sie anrichten

Man muss ja Masochist sein, sich so einen verunglimpften Beruf anzutun, dessen Anforderungen permanent erhöht werden. Jeder dahergelaufene Depp kritisiert sie vollmundig, ohne ein Mindestmaß an Respekt, ohne die Gesamtsituation zu kennen, gleichzeitig sollen die Lehrer die gesellschaftl. Defizite ausgleichen. Dazu benötigt der Lehrer die Autorität, die ihm die Gesellschaft so vielfältig verweigert! Als antwort faselt man dann von der Autorität der Persönlichkeit, die setzt allerdings ein Klima des Vertrauens voraus. Aber gerade dieses Vertrauen wird (unter Hinweis auf meist missverstandene Einzelfälle) ständig öffentl. untergraben.
Internat. Vergleichsstudien zeigen, dass öst. Lehrer am wenigsten Unterstützung erfahren:
Selber schuld,

Hubert Ungeist
09.08.2010 07:33
bitte einen LInk

zu den Vergleichsstudien

a grünes stricherl
 
07.08.2010 15:28
lehrermangel

ärztemangel
facharbeitermangel
...

aber an Hartz IV beziehern, mangelts nicht.

Jürgen Rembremerding
 
09.08.2010 10:21
Es gibt in Deutschland per se keinen Ärztemangel.

Nur teilweise regionale Unterversorgung.

SchnarcherSepp
08.08.2010 12:35
doch, es mangelt auch an intelligenten Politikern

in china ist ein sack monsanto reis umgefallen
07.08.2010 19:07

an beistrichen anscheinend auch nicht.

Nachhaltiger Bio-Tofu jetzt nur Euro 9,99
 
07.08.2010 13:17
Absurdes System ...

... da wollen Zigtausende Medizin, Psychologie, Kommunikationswissenschaften und dgl. studieren und finden keinen Studien- bzw. Arbeitsplatz ... und andererseits werden (angeblich) Zigtausende LehrerInnen (händeringend) gesucht. - (Die entstehende Lücke musste ja jedem der halbwegs Rechnen kann schon seit Jahren bewusst sein!)

Hmhm ... wie löst man jetzt diesen gordischen Pädagogenknäuel ???

P.S.: Wenn man aber sieht wie sich Jugendliche (teilweise) heutzutage benehmen, dann kann man schon verstehen,dass viele potentiell geeignete Menschen keinen Bock drauf haben, sich vor eine Horde (teils) unzivilisierter, (teils) massiv unerzogener, (teils) massiv gestörter verhaltensorigineller Dumpfbacken hinzustellen um ihnen was beizubringen ...

Ich gib mir immer selber ein paar Grüne!
08.08.2010 19:23

So ein einfältiger Blödsinn, und dann auch die Jugendlichen-Keule. Das können Sie ja selbst nicht ernst nehmen.
Dann auch noch 7 Grüne, ist ja auch der Wahnsinn ...

Nachhaltiger Bio-Tofu jetzt nur Euro 9,99
 
08.08.2010 21:28
8 ...

... um genau zu sein.

Und ich gebe gerne zu, dass ich keine Ahnung habe, was heutzutage so abgeht in Österreichs Schulen. ;-)

Daisy Lord
11.08.2010 06:57

Sie habens trotzdem recht gut getroffen.

hagane
08.08.2010 08:36

genau, die pöse pöse jugend ist schuld! und zwar nur die... denn die hat sich *schwups* ganz plötzlich und ohne dass iiiirgend jemand was dafür kann von ganz alleine zum vollkommen negativen verändert... damals war alles besser, damals hatten jugendliche noch anstand und respekt! ja... klar...

didi111
07.08.2010 09:53
Ohne Ironie und Zynismus..

Natürlich ist der Lehrerberuf in der Öffentlichkeit "unten durch".

Hier wäre mal zu raten, nachzdenken, warum denn das so ist?

Das dieses Image des "geringfügig Beschäftigten" -ob berechtigt oder nicht -, schwer wegzubekommen ist mit dem Weiterbeharren auf die 20 WochenstundenANWESENHEITSPFLICHT in der Schule, ist auch anzuzweifeln.

Darum wäre die Standesvertretung der Lehrer incl. Lehrervertreter gefordert, ihren Standpunkt noch einmal zu evaluieren.

Und diese neuen Erkenntnisse wären dann in neue attraktive Berufsbilder, welche für die Jugend auch ein Anreiz wäre, einzubringen.

Das dann neue Image würde diesem verantworlichen Beruf wieder einen neuen Charme geben.

Davon wäre ich überzeugt,..aber so....?

susannista
08.08.2010 20:43

Anwesenheit ist was für Nachtwächter

LL MM
08.08.2010 00:11

Richtig.

Um das Image des Lehrberufs zu heben, sind aber noch weitere Maßnahmen erforderlich:

1) Lehrer sollen täglich benotet werden. Damit sie sich endlich mal anstrengen.
2) Lehrergehälter sollen um 30 Prozent gekürzt werden. Damit ist sichergestellt, dass niemand wegen des Geldes Lehrer wird, sondern nur aus Berufung und Idealismus.
3) Alle Lehrer sollen am Ende jedes Schuljahres entlassen werden und erst wieder im September einen Vertrag bekommen. Das Saisonarbeiter-Image hätte Charme.
4) Lehrer sollen in der unterrichtsfreien Zeit die Schule putzen. Viel Respekt wäre ihnen dann gewiss.

Damit wäre sichergestellt, dass viele junge Leute schon aus Imagegründen den Job des Lehrers haben wollen.

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