Leitbörsen in Fernost mehrheitlich fester

6. August 2010, 12:38
posten

Märkte vor US-Arbeitsmarktbericht nervös

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben sich am Freitag mehrheitlich fester ins Wochenende verabschiedet. Der Shanghai Composite legte 1,44 Prozent oder 37,63 Zähler auf 2.658,39 Punkte zu. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 127,08 Zähler (plus 0,59 Prozent) auf 21.678,80 Einheiten und verbuchte somit seinen größten Wochengewinn seit vier Monaten. Der All Ordinaries Index in Sydney tendierte kaum verändert und ging mit einem Zugewinn von 1,4 Zählern oder 0,03 Prozent auf 4.586,3 Zählern gut behauptet aus dem Handel.

Verluste verzeichneten hingegen die Märkte in Tokio und Singapur. Der Nikkei-225 Index ermäßigte sich sich um 11,80 Zähler oder 0,12 Prozent auf 9.642,12 Punkte. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.995,06 Zählern und einem Minus von 11,70 Punkten oder 0,39 Prozent.

Am japanischen Markt machten Bedenken um eine schlecht ausfallende US-Arbeitslosenquote die Runde. Allgemein könnten die Daten vom US-Arbeitsmarkt ein düsteres Bild auf die Erholung der Wirtschaft werfen. Die US-Wirtschaft sei mit einer "kraftlosen Erholung" konfrontiert, die Regierung wird mehr Anreize setzen müssen, so der Ökonom Joseph E. Stiglitz.

An den anderen fernöstlichen Leitmärkten wurden diese Sorgen von verbesserten Unternehmenszahlen kompensiert. Cheung Kong, Hongkongs zweitgrößtes Bauunternehmen nach Marktwert, stiegen 3,9 Prozent auf 100,40 Hongkong-Dollar. Das Unternehmen hatte zuvor einen Gewinnanstieg von 4 Prozent veröffentlicht. Die Tochtergesellschaft Hutchison Whampoa vermeldete einen Gewinnsprung von 12 Prozent im ersten Halbjahr. Deren Titel kletterten um 9,7 Prozent auf 58,20 Dollar.

Immobilienwerte steigen in Tokio

Am Handelsplatz Tokio stiegen Immobilienwerte den zweiten Tag in Folge. Das sei auf weniger leer stehende Gebäude zurückzuführen. Mitsubishi Estate, Japans größtes Immobilienunternehmen nach Marktwert, stiegen 2,7 Prozent. Mitsui Fudosan, Nummer eins nach Verkaufszahlen, legten um 3,9 Prozent zu. "Wir gehen weiterhin von einem Bullenmarkt aus", so ein japanischer Analyst.

Ein Analyst in Singapur meinte: "Unternehmenszahlen sind soweit gut, allerdings bleibt die Frage nach deren Nachhaltigkeit." Kim Eng Holdings fielen 0,6 Prozent. Der Broker aus Singapur vermeldete einen Quartalsgewinn von 20,2 Mio. US-Dollar (plus 5 Prozent). Tiger Airways Holdings sanken um 3,1 Prozent. Macquarie Group änderte die Bewertung für das Frachtunternehmen von "neutral" auf "outperform".

Bewegt waren auch die Titel von Mitsumi Electric. Die Titel sackten 8,3 Prozent ab. Zuvor kürzte das Unternehmen seine Gewinnprognose um 89 Prozent. Schuld daran sei eine niedriger als erwartete Nachfrage nach Unterhaltungsprodukten.

Hyundai Motor, Südkoreas zweitgrößtes Unternehmen in der Autobranche, fielen 2,4 Prozent. Fanuc, ein japanischer Produzent von Industrierobotern, verbilligten sich um 1,2 Prozent. Das Unternehmen generiert 18 Prozent seines Umsatzes in Nordamerika. (Reuters)

Share if you care.