Autobahn-Betreiber dementiert Parteienfinanzierung

6. August 2010, 11:59
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Sprecherin schließt Geldflüsse an BZÖ aus - "News" hatte von einer Million berichtet

Wien - Die Betreiber-Gesellschaft der Nordautobahn (A5) weist Berichte über Parteienfinanzierung in Richtung BZÖ zurück. Das Bonaventura-Konsortium aus dem österreichischen Baukonzern Alpine, der deutschen Hochtief und der französischen Gesellschaft Egis sei als klarer Bestbieter aus einer europaweiten Ausschreibung hervorgegangen. "Ich kann das nur für alle Konsortialteilnehmer aufs Entschiedenste zurückweisen", sagte eine Sprecherin des Konsortiums am Freitag.

Das Nachrichtenmagazin "News" hatte zuvor berichtet, dass im Zusammenhang mit der Errichtung der Nordautobahn eine Million Euro in den BZÖ-Wahlkampf 2006 geflossen sein soll. Bonaventura-Sprecherin Karin Keglevich weist das zurück und betont, dass ihre Gesellschaft als Bestbieterin aus der europaweiten Ausschreibung hervorgegangen sei. Außerdem verweist sie darauf, dass der im Anschluss an das Vergabeverfahren bei den Wettbewerbsbehörden angemeldete Einstieg des unterlegenen Bieters Akor beim Projekt letztlich nicht zustande gekommen sei.

Dies wird auch seitens des Akor-Partners Strabag bestätigt: Laut Strabag-Sprecherin Diana Klein habe die "Due Diligence"-Prüfung des Projekts im Jahr 2008 ergeben, dass die Beteiligung nach Ausbruch der Finanzkrise "aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen" nicht mehr sinnvoll möglich gewesen sei. Auch als Subunternehmer sei die Strabag "nicht in nennenswertem Ausmaß" an der Nordautobahn beteiligt gewesen. Nicht auszuschließen sei zwar die geringfügige Beteiligung einer Tochtergesellschaft, aber es habe darüber keine Vereinbarung auf Vorstandsebene gegeben. (APA)

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