Ermittler: Schiff wurde mit sprengstoffbeladenem Boot gerammt - US-Marine und Eigentümer können Bericht nicht bestätigen
Abu Dhabi - Der vor einer Woche in der Straße von Hormus beschädigte japanische Supertanker
ist ersten Ermittlungsergebnissen zufolge Ziel eines Angriffs gewesen. Die
Nachrichtenagentur der Vereinigten Arabischen Emirate meldete am Freitag,
Experten des Landes hätten am Rumpf Spuren von Sprengstoff entdeckt. Bisher war
von einem Unfall ausgegangen worden. Eine Al-Kaida-nahe Gruppe hatte sich zu
einem Anschlag auf das Schiff bekannt, dem Bekenntnis war aber von vielen
Sicherheitsexperten kein Glauben geschenkt worden.
Der Vorfall hatte sich am 28. Juli auf hoher See zwischen Oman und dem Iran
ereignet. Die "M. Star" war dabei leicht beschädigt, ein indischer Mitarbeiter
nach Angaben der Reederei leicht verletzt worden. Der Tanker hatte nach der
Attacke den emiratischen Hafen Fujaira angelaufen, den das Schiff nach
Reparaturarbeiten inzwischen wieder verlassen hat.
Eine Sprecherin der japanischen Reederei Mitsui, der die "Star M"
gehört, konnte am Freitag diese Berichte nicht bestätigen. Auch beim
Kommando der 5. US-Flotte, die an den Ermittlungen beteiligt ist, wollte
man zu der Meldung nicht Stellung nehmen. Über den Grund des
Zwischenfalls kursierten zunächst weit
reichende Spekulationen, unter anderem waren eine Monsterwelle und eine
Kollision mit einem US-U-Boot als mögliche Ursachen in Betracht gezogen
worden (red/Reuters/APA)