Gescheiterter Aufstieg: Schwedischer Kollege tot

6. August 2010, 10:03
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Ein schwedischer Bergsteiger-Kollege stürzte ab und kam dabei ums Leben - Gerlinde Kaltenbrunner ist am Rückweg zum Basislager

Wien - Dramatisch hat der Gipfelsturm von Gerlinde Kaltenbrunner am K2 geendet. Ihr schwedischer Bergkamerad Fredrik Ericsson ist Freitagfrüh abgestürzt und ums Leben gekommen. Die Oberösterreicherin musste den Anstieg abbrechen und konnte unverletzt umkehren. Das sagte Karl Gabl, der Leiter der Wetterdienststelle Tirol der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Ericsson soll 1.000 Meter in die Tiefe bis auf Höhe des Basislagers III gestürzt sein. "Wir wissen nicht, wie es Gerlinde psychisch geht", berichtete Gabl. Sie befinde sich mit zwei oder drei weiteren Bergsteigern auf dem Rückweg. "Womöglich schafft sie es heute bis ins Basislager", sagte Gabl. Das hänge aber stark von der körperlichen und psychischen Verfassung sowie den Wetterbedingungen ab.

Ihr Ehemann Ralf Dujmovits hatte die Besteigung wegen Steinschlags schon am Donnerstag aufgegeben. Er berichtete in einer ersten Stellungnahme: "Leider ist es am frühen Vormittag im Aufstieg zum K2-Gipfel zu einem traurigen Zwischenfall gekommen. Gerlinde konnte inzwischen sicher zur Schulter des K2 ins Lager IV zurückkehren und befindet sich im weiteren Abstieg." Aus Rücksicht auf die Angehörigen des verunglückten Bergkameraden wolle man erst am Nachmittag näheres über den Hergang berichten.

Auch der steirische Skyrunner Christian Stangl ist auf dem Weg zum Gipfel des K2. Er ist am Freitag ebenfalls gescheitert. Nachdem es in der Nacht zu schneien begonnen hatte, entschloss sich der Bergsteiger ins Basislager (Abruzzi-Route) zurück zu kehren, dokumentierte er auf seiner Homepage. Kurz nach 8.00 Uhr meldete sich Stangl via Satellitentelefon in der Heimat: "Es schneit, die Lawinen gehen ab - und die relativ hohen Temperaturen lösen die Steine aus den Hängen. Wir hatten beim Aufstieg schon extrem viel Glück, dass uns kein Steinschlag erwischt hat - jetzt kehre ich (...) um. Mir ist meine Gesundheit wichtiger, als der Gipfel." (APA)

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