25-jährigem US-Bürger drohen 16 Jahre Gefängnis - Verstoß gegen das Abhörgesetz
Dem 25-jährigen US-Bürger Anthony Graber stehen bis zu 16 Jahre Haft bevor. Grund ist ein von ihm veröffentlichtes Video, in dem ein Polizist den jungen US-Bürger auf dessen Motorrad anhält und bei der Kontrolle seine Waffe zieht. Nachdem Graber seine Aufnahme eine Woche später auf der Videoplattform YouTube veröffentlicht hatte, stand auch schon die Polizei vor seiner Tür und beschlagnahmte seine Kamera, Computer sowie externe Festplatten.
Abhörgesetz
Staatsanwälte aus den USA sind der Meinung, dass derartige Videoaufzeichnungen gegen das Abhörgesetz verstoßen. In einigen Ländern müssen laut Justiz beide Seiten damit einverstanden sein, dass ein privates Gespräch aufgenommen wird. Das von Graber gemachte Video könnte dem Polizisten schaden. Immerhin war dieser weder in Arbeitskleidung, noch in einem gekennzeichneten Auto unterwegs und richtete eine Waffe auf den US-Bürger, noch bevor er sich als Polizist auswies.
Selbst wenn das Gericht im Sinne von Graber entscheidet, kann die Polizei mit solchen Aktionen eine Menge schaden anrichten - allein durch den Umstand Leute zu bedrohen und einzuschüchtern. "Man kann so nicht vorgehen. Das ist illegal. Es hält Leute davon ab zu filmen, selbst wenn sie das Recht dazu haben", sagt Anwalt Christophfer Calabrese aus Washington.
Kein Einzelfall
Vergangenes Jahr ereignete sich ein ähnlicher Fall. Die Polizei verhaftete damals Sharron Tasha Ford in Florida, da diese ihren Sohn und die Polizei bei einer Auseinandersetzung auf einem öffentlichen Fußweg filmte. Ein weiterer Fall erzählt von Rodney King, den 1991 das Los Angeles Police Department (LAPD) verprügelte. Einem Privatmann gelang es jedoch das Geschehen auf Video aufzunehmen. Das Video erschien mehrmals im Fernsehen und sorgte für großen Aufruhr. Das LAPD kam schließlich vor Gericht, wurde jedoch nicht verurteilt. (pte)
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wenn die andere partei mit dem filmen einverstanden sein muss, soll sie sich rechtzeitig anmelden um ein "privates gespräch" zu führen, sodass eventuell laufende aufzeichnungsgeräte abgeschaltet werden können.
hab mir das Video erst nach meinem Posting angesehen: Hat es derStandard wirklich schon notwendig, durch Falschdarstellung von Tatsachen Stimmung zu Schüren?
1. Das Foto, das einen agressiven Polizisten suggerieren soll.
2. Ein Text, dass eben jener die Waffe auf den Motorrad-Fahrer gerichtet haben solle ("... und richtete eine Waffe auf den US-Bürger...")
Übrigens hat es so ausgesehen als ob der Motorradfahrer
a) schon gewusst hat, dass da wer hinter ihm ist, sonst hätte er sich nicht umgedreht (Ton gab es ja interessanter Weise keinen)
b) es so ausgesehen hat, als ob er da flüchten wollte, noch bevor der Fahrer ausgestiegen ist
Ganz abgesehen davon war das scheinbar kein privates Gespräch sondern eine offizielle "Amts"-Handlung?
Also ich weiß nicht, wenn aus einem privatauto ein privatmann mit einer wumme aussteigt und die auf mich richtet, schau ich auch dass ich möglichst schnell wegkomme!
Dass kann man auf den ersten Blick an der Frisur sehen dass dieser Mensch nur ein Polizist sein kann.
Ein Berufsverbrecher der das Motorrad stehlen wollte um durch den Stau zu kommen hätte kein so grindiges Auto und so billige Klamotten und Haarschnitt gehabt.
"Nachdem Graber seine Aufnahme eine Woche später auf der Videoplattform YouTube veröffentlicht hatte, stand auch schon die Polizei vor seiner Tür und beschlagnahmte seine Kamera, Computer sowie externe Festplatten."
Hehe, die haben sicher geglaubt dass sie damit youtube offline gekriegt haben und endlich dieses verhasste internet aus dem Verkehr gezogen haben.
Ich will Spaß, ich will Spaß - ich geb Gas, ich geb Gas! Bei uns in der Umgebung sind letztens 3 Jugendliche bei 2 unterschiedlichen Umfällen gestorben. Natürlich redet niemand davon, dass sie vieeel zu schnell waren (der eine 110 wo nur 50 erlaubt, der andere 140 wo 80 erlaubt) ... andere Gründe werden gefunden - Bäume ... ja und wenns nicht die bösen Bäume sind, dann der Entgegenkommende - wieso fährt denn der auch dort. Aber dies trifft nicht ganz das Thema hier: tragisch, was die Polizei im Ami-Land aufführt.
tolle Idee! Meistens ergibt sich das bei den Leuten eh von alleine - man hat Anfangs weniger Geld, kann sich nicht viele PS leisten ... man arbeitet sich langsam hoch ... außer Papi zahlt alles, dann ist es was anderes ;-)
dafür hängt bald ne 30iger und ne 50iger-tafel. weil die autos immer so schnell vorbeifahren, muss man jetzt die geschwindigkeit reduzieren (statt die bisherige einfach kontrollieren)
wenigstens trägt der polizist under armour. das wird die marketinglern von ua freuen, die gerade das unternehmensimage mit benefizaktionen für us soldaten aufpolieren wollen ...
nach dem film: was sind die fakten -
aus einem auto springt eine person in privatkleidung mit gezogener waffe und murmelt etwas von polizei.
in peru oder bolivien wäre das ein absolutes alarmsignal, von einer falschen polizistenbande entführt, erpresst und möglicherweise ermordet zu werden. wir sind zwar nicht in peru, aber an der westautobahn würde ich meine frau an einem autobahnparkplatz um 23.30 auch nicht mehr gerne mit einer panne wissen.
ich finde, der bürger hat das recht, misstraurisch zu sein, und solche vorfälle mitzufilmen.
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