Sturm übersteht Anfangszittern in Georgien

5. August 2010, 20:41
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Muratovic-Elfmeter beendete das anfängliche steirische Wackeln gegen Dinamo Tiflis - Georgier kassierten zwei Rote Karten

Tiflis - Nach Salzburg und Rapid hat am Donnerstag auch Sturm Graz die Fußball-Europacup-Saison verlängert. Die Steirer setzten sich in der dritten Runde der Europa-League-Qualifikation mit einem Gesamtscore von 3:1 über die Hürde Dinamo Tiflis hinweg. Nach dem 2:0-Heimerfolg in der Steiermark reichte der Truppe von Trainer Franco Foda in der georgischen Hauptstadt ein 1:1 (1:1)-Unentschieden.

Sturm musste zunächst bei 30 Grad Celsius bange Minuten überstehen und das 0:1 durch Robertinho (10.) hinnehmen. Ein Foul von George Kachelischwili an Imre Szabics brachte jedoch die Wende. Der Georgier sah die Rote Karte (38.) und Samir Muratovic verwandelte den Elfmeter zum 1:1 (39.). Nach der Pause kassierten die Hausherren wegen groben Foulspiels eine weitere Rote Karte für Lewan Kmaladse, der Manuel Weber brutal foulte (63.).

Am Donnerstagabend kämpfte auch noch der vierte und letzte ÖFB-Club um den Verbleib. Die Ausgangsposition der Wiener Austria vor dem Europa-League-Heimspiel um 20.30 Uhr gegen Ruch Chorzow war ausgezeichnet, denn in Polen hatte der heimische Vizemeister bereits 3:1 gewonnen.

Entscheidung in Graz versäumt

Das erste Match in Graz hatte Sturm deutlich dominiert. Das größte Manko war die Chancenauswertung gewesen, denn es hatte vor einer Woche "nur" zu zwei Treffern gereicht. Tiflis war mit dem 0:2 sehr gut bedient gewesen und holte nun vor eigenem Publikum mit Aggressivität und Forechecking zum Gegenschlag aus. Und auf den ersten Volltreffer mussten die 8.500 Fans, darunter 70 Schlachtenbummler aus Österreich, nicht lange warten.

Der blendend aufgelegte Brasilianer Robertinho brachte Tiflis bereits in der 11. Minute nach Flanke von Donald Djousse in Front, Sturm-Goalie Christian Gratzei bekam den aus kurzer Distanz geschossenen Ball zwischen die Beine ins Tor. Sturm verfiel in eine Art Schockstarre und wackelte gehörig. Bei einem weiteren Robertinho-Schuss parierte Gratzei (20.), Mate Watsadse traf per Kopf die Latte (23.).

Kurz vor der Pause kam Sturm dann aber wieder voll auf Kurs. Andreas Hölzl traf die Stange, beim Nachschussversuch wurde Szabics von Kachelischwili niedergerissen. Der georgische Verteidiger sah Rot (38.) und Muratovic verwertete den fälligen Elfmeter trocken zum zu diesem Zeitpunkt sehr glücklichen Ausgleich (39.).

In Überzahl verwalteten die Grazer ohne zu glänzen, aber souverän den sicheren Vorsprung. Nur einmal, nach Attacke von Ferdinand Feldhofer an Djousse im Strafraum, musste Coach Foda kurz zittern (57.). Szabics traf die Latte (66.), drei Minuten davor hatte Kmaladse mit einem Frustfoul an Weber für den negativen Höhepunkt des Spiels gesorgt (63.). Weber schied verletzt aus. Mit zwei Mann mehr auf dem Rasen blieb der Sturm-Siegestreffer aus, Andreas Hölzl (84.) und Roman Kienast (86.) vergaben. Die Auslosung der vierten und letzten Runde in der Qualifikation (Play-off) wird am Freitag in Nyon (ab 13.30 Uhr) vorgenommen.(APA)

Fußball-Europa-League - Qualifikation, 3. Runde, Rückspiel:

Dinamo Tiflis - Sturm Graz 1:1 (1:1)
Tiflis, Boris-Paichadze-National-Stadion, 8.500, SR Mazic/Serbien. ~

Torfolge: 1:0 (10.) Robertinho

1:1 (39.) Muratovic (Foul-Elfmeter)

Tiflis: Loria - Kachelischwili, Tomaschwili, Kakubawa, Kmaladse - Robertinho (83. Gawaschelischwili), Ednilson, Tekturmanidse (76. Mamuschaschwili), Djousse (68. Gwelesiani) - Koschkadse - Watsadse

Sturm: Gratzei - Standfest, Feldhofer, Schildenfeld, Pürcher - Hölzl, Kienzl (46. Foda), Weber (65. Haas), Bukva - Muratovic - Szabics (78. Kienast)

Rote Karten: Kachelischwili (38., Torraub), Kmaladse (63., Foul)

Gelbe Karten: Kakubawa, Watsadse bzw. Weber, Schildenfeld

Hinspiel: 0:2 - Sturm mit Gesamtscore von 3:1 aufgestiegen

Die Auslosung der vierten und letzten Runde in der Qualifikation (Play-off) wird am Freitag in Nyon (ab 13.30 Uhr) vorgenommen

  • Nicht ganz überzeugend aber doch klar warfen Haris Bukva & Co. Dinamo Tiflis aus der Europa League
    foto: epa

    Nicht ganz überzeugend aber doch klar warfen Haris Bukva & Co. Dinamo Tiflis aus der Europa League

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