Brände könnten Radioaktivität aus Tschernobyl freisetzen

5. August 2010, 19:40
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Behörden über Lage im Westen Russlands besorgt

Angesichts der verheerenden Waldbrände in Russland befürchten die Behörden, dass in Gebieten, die bei der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor knapp einem Vierteljahrhundert verstrahlt wurden, radioaktive Stoffe freigesetzt werden könnten. "Wir kontrollieren sorgfältig die Situation in der Region Brjansk, besonders im Süden im Distrikt Nowosybkow, der infolge der Tschernobyl-Katastrophe schwer verunreinigt wurde", sagte Katastrophenschutzminister Sergej Schoigu.

"Wenn dort ein Feuer ausbricht, könnten mit dem Rauch radioaktive Partikel emporsteigen" sagte Schoigu weiter. Die Region Brjansk, die im Westen Russlands an die Ukraine und Weißrussland grenzt, wurde im April 1986 durch die radioaktive Wolke aus dem Atommeiler Tschernobyl erheblich verseucht. Die Explosion des Reaktors ist die größte Reaktorkatastrophe der Geschichte. Dabei wurden große Teile Europas, vor allem aber die damaligen Sowjetrepubliken Ukraine, Weißrussland und Russland verstrahlt. (APA/AFP)

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