UBS zu Millionen-Strafe verurteilt

5. August 2010, 18:24
posten

New York / London / Frankfurt - Die US-Aufsichtsbehörde FINRA hat der Schweizer Großbank UBS eine Geldstrafe von 81 Millionen Dollar (61,3 Mio. Euro) aufgebrummt. Der Vermarkter von Prepaid-Handys für Kinder, Kajeet, hatte Verluste von 110 Millionen Dollar durch den Kauf von sogenannten "auction-rate securities" (ARS) geltend gemacht, wie aus Unterlagen der FINRA auf ihrer Web-Seite am Mittwoch hervorging. Kajeet hatte diese Anleihen, deren Zinssatz variabel über Auktionen festgelegt wird, über die UBS erstanden. Der Markt für diese Papiere kam im Zuge der Finanzkrise 2007 aber zum Erliegen.

"Die Entscheidung ist sowohl unter Betrachtung der Fakten und des Gesetzes ungerechtfertigt", sagte UBS-Sprecherin Karina Byrne. Die Bank wolle gegen den Beschluss der FINRA, Kajeet Schadensersatz zu zahlen, vorgehen, hieß es.

Positive Nachrichten gab es am Donnerstag für Barclays. Die zweitgrößte britische Bank setzt ihren erfolgreichen Kurs mit einem Gewinnsprung fort. Im ersten Halbjahr stieg der Gewinn vor Steuern um 44 Prozent auf fast vier Mrd. Pfund (4,8 Mrd. Euro) an. Experten hatten mit einem geringeren Anstieg gerechnet.

Auch die in Deutschland staatlich gestützte Commerzbank konnte überraschen. Sie will nach zwei Verlustjahren schon 2010 wieder schwarze Zahlen schreiben - und damit ein Jahr früher als bisher angekündigt. "Stand heute werden wir 2010 mit Gewinn abschließen und so mit Rückenwind in das Jahr 2011 starten", sagte Commerzbank-Finanzvorstand Eric Strutz. Vor allem dank eines starken Firmenkundengeschäfts und der verbesserten Konjunktur verdiente das Haus im ersten Halbjahr 2010 etwas über eine Milliarde Euro. (red, DER STANDARD, Printausgabe, 6.8.2010)

Share if you care.