Axel Springer attackiert Öffentlich-Rechtliche wegen digitalen Angeboten

5. August 2010, 14:34
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"Sie sprengten den Ordnungsrahmen zwischen den privaten Verlegern und dem gebührenfinanzierten Fernsehen und Rundfunk", so Döpfner

Der Chef des deutschen Medienhauses Axel Springer, Mathias Döpfner, hat die digitalen Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks kritisiert. Sie sprengten den Ordnungsrahmen zwischen den privaten Verlegern und dem gebührenfinanzierten Fernsehen und Rundfunk, sagte Döpfner am Donnerstag in Berlin bei der Vorlage der Halbjahreszahlen. Die Verleger sollten mit Argumenten dagegen vorgehen, ihre Verbände möglicherweise sogar klagen.

Gleichzeitig berichtete Döpfner, dass das Segment digitale Medien bei Springer im ersten Halbjahr seinen Umsatz um 66,3 Prozent gesteigert hat und nun 333,9 Mio. Euro erreicht. Das macht es zum zweitgrößten Umsatzbringer im Konzern. Dabei stiegen die Werbeerlöse um 72,1 Prozent auf 250,1 Mio. Euro, die übrigen Erlöse um 51,1 Prozent auf 83,8 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen, und Abschreibungen (EBITDA) konnte mehr als verdoppelt werden auf 40,2 Mio. Euro. Die EBITDA-Rendite der Digitalen stieg von 8,4 auf 12,0 Prozent.

Auch insgesamt erlebte die Axel Springer AG ein starkes erstes Halbjahr. Döpfner sagte, es sei möglich, dass die Firma das Rekordergebnis von 486 Mio. von 2008 wieder erreiche. Im ersten Halbjahr stiegen Umsatz, Ergebnis und Rendite. Alle Firmenteile hätten ein höheres Ergebnis vorgelegt. Auch die Zahl der Mitarbeiter stieg um von 10.749 auf 11.025. In Zukunft soll der Anteil der Frauen an den Führungskräften von aktuell 16 Prozent verdoppelt werden.  (APA)

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