Leitbörsen in Fernost überwiegend mit Gewinn

5. August 2010, 11:54
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China geht gegen Immobilienspekulationen vor - Toyota mit guten Quartalsergebnissen

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag weitgehend mit Gewinnen tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verteuerte sich um 164,58 Zähler oder 1,73 Prozent auf 9.653,92 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 1,84 Zähler (plus 0,01 Prozent) auf 21.551,72 Einheiten.

Zulegen konnten auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.006,76 Zählern und einem Plus von 4,89 Punkten oder 0,16 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 25,2 Zähler oder 0,55 Prozent auf 4.584,9 Einheiten. Abwärts ging es aber für die chinesische Börse. Der Shanghai Composite sank um 0,67 Prozent auf 2.620,76 Einheiten.

Den starken Kursanstieg in Japan begründen Börsianer mit Eindeckungen von Leerverkäufen und mit der Gegenbewegung des zuletzt gegenüber dem Yen so schwachen US-Dollar. Robuste Konjunkturdaten aus den USA hätten den Greenback gestützt und damit bei japanischen Exporteuren für Erleichterung gesorgt, hieß es.

Aktien von Toyota sprangen zeitweise um über 3 Prozent an, nachdem der Autokonzern den höchsten operativen Gewinn seit zwei Jahren vermelden konnte. Die Markterwartungen wurden damit übertroffen. Zudem kehrte Toyota von seinem vorsichtigen Ausblick ab - trotz schwacher Erholung im US-Geschäft und des starken Yen. Zu Handelsschluss notierten Toyota-Titel mit einem Plus von 0,49 Prozent auf 3.105 Yen.

Die Aktien von Isuzu Motors gewannen um 6,00 Prozent auf 264 Yen. Das Unternehmen hat seine Gewinnprognosen für 2010 verdoppelt. Honda Motor, der zweitgrößte japanische Automobilhersteller, gewannen um 2,60 Prozent auf 2.853 Yen.

Steigende Metallpreise

Steigende Metallpreise haben dem australischen Bergbau-Konzern Rio Tinto im ersten Halbjahr einen Rekordgewinn beschert. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn erhöhte sich von Jänner bis Juni auf 5,8 Mrd. Dollar. Damit wurde das Ergebnis des Vorjahreszeitraums von 2,6 Mrd. Dollar mehr als verdoppelt. Auch die Analysten-Prognose von 5,5 Mrd. Dollar wurde überboten, weil vor allem der Verkauf von Eisenerz nach China gut lief. Konkurrent BHP Billiton konnte um 0,40 Prozent auf 40,84 Australische Dollar zulegen.

China geht offenbar entschieden gegen Spekulationen im heimischen Immobiliensektor vor. Wie aus Kreisen verlautete, sollen chinesische Banken nach dem Willen der Aufsicht CBRC die Auswirkungen eines Rückgangs der Immobilienpreise in großen Städten um bis zu 50 Prozent testen. Zudem habe die Aufsicht die Branche angewiesen, keine Kredite mehr an Menschen zu vergeben, die ihre dritte Immobilie in einer der vier folgenden Städte kaufen wollen: Peking, Shanghai, Shenzhen und Hangzhou.

Dies setzte die chinesischen Banken und Vermögensentwickler unter Druck. Die Industrial & Commercial Bank of China, die weltgrößte Bank nach Marktkapitalisierung, sank um 2,00 Prozent auf 14,03 Yuan. China Vanke verloren um 3,00 Prozent auf 7,00 Yuan.(Reuters)

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