350.000 Menschen evakuiert

5. August 2010, 11:08
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Der Süden bereitet sich auf die Fluten vor

Islamabad - Nach den Fluten im Norden Pakistans mit mehr als 1.600 Toten bereitet sich nun der Süden des Landes auf das verheerende Hochwasser vor. In der Provinz Sindh seien die am schwersten bedrohten Gebiete entlang des Flusses Indus mit mehr als 350.000 Menschen evakuiert worden, sagte Saleh Farooqi von der dortigen Katastrophenbehörde am Donnerstag. Rund eine Million Menschen in der Provinz könnten von den Fluten betroffen sein.

Die Behörden erwarteten einen weiteren Anstieg des Flusspegels in Sindh bis zum Donnerstagabend. Die Überflutungen breiten sich von der Nordwestprovinz Khyber-Pakhtunkhwa gen Süden aus und fließen im 3.200 Kilometer langen Indus zusammen. Neue Regenfälle sagte die Meteorologiebehörde für Sindh selbst nicht voraus.

3,2 Millionen Menschen landesweit betroffen

In der zentralpakistanischen Provinz Punjab ist der Indus bereits über die Ufer getreten, die Wassermassen überfluteten große Ackerflächen. Alleine in der Provinz Khyber-Pakhtunkhwa kostete das Hochwasser nach verheerenden Monsun-Regenfällen bisher mehr als 1.600 Menschen das Leben. 3,2 Millionen Menschen sind landesweit mindestens betroffen. Opfer kritisieren die ihrer nach Ansicht nach unzureichende Hilfe der Regierung. Hilfsorganisationen fürchten den Ausbruch von Seuchen wie Cholera. (APA)

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    350.000 Menschen wurden bereits evakuiert, es könnten aber bis zu einer Million von den nächsten Fluten im Süden Pakistans betroffen sein

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