"Signal muss von Constantini kommen!"

5. August 2010, 11:26
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Andreas Ivanschitz sieht eine "ver­passte Chance zu reden" - Ob es in dieser Saison für einen Stamm­platz bei Mainz 05 reicht, kann der Burgenländer noch nicht sagen

Wien - Es ist gewiss nicht das unbegrenzte Talent zur Kommunikation mit dem sich Didi Constantini in seiner Amtszeit als ÖFB-Teamchef einen Namen gemacht hätte. Und dennoch sorgte der Tiroler bei der Bekanntgabe des Kaders für das kommende Länderspiel gegen die Schweiz einmal mehr für verdutzte Gesichter, als er die Ursache für die gescheiterte Kontaktaufnahme mit Ex-ÖFB-Kapitän Andreas Ivanschitz verkündete. Der Burgenländer sei "auf der Mittellinie mit 20 Autogrammjägern gestanden", so die erstaunliche Begründung.

In einem Interview mit 90minuten.at sieht Ivanschitz darin eine "verpasste Chance unter vier Augen zu reden" und fügt hinzu: "Er weiß, dass ich jederzeit für Österreich spielen will. Das Signal muss von Constantini kommen." An den letzten persönlichen Kontakt mit dem Teamchef kann sich der Mainz 05-Legionär kaum noch entsinnen, in letzter Zeit hätte man gar nicht kommuniziert, "wir haben am Telefon gesprochen, das war aber auch schon eine Zeit her."

In den Testspielen gegen Aachen (4:0) und Panathinaikos Athen (2:0) hatte Mainz-Trainer Thomas Tuchel erste Versuche gestartet, mit Fuchs (linker Verteidiger) und Ivanschitz (links im Mittelfeld) eine mögliche österreichische Achse auf der linken Seite zu installieren. Während Fuchs auf seiner Position gesetzt scheint, könnte es für Ivanschitz enger werden. Ob es im Endeffekt für einen Stammplatz reichen wird, "kann man noch nicht sagen, bis jetzt hat man noch keine Stammformation herauslesen können. Wir haben immer wieder anders gespielt bei den Testspielen. Ich glaube, dass sich der Trainer noch nicht festgelegt hat. Es ist noch alles möglich."

Die Konkurrenz für Ivanschitz ist recht groß, auf seinen Positionen im eher ungewohnten linken bzw. zentralen Mittelfeld muss er sich u.a. gegen Jan Simak, Lewis Holtby, Haruna Babangida und Andre Schürrle durchsetzen. Sollte Ivanschitz das schaffen und es zur rot-weiß-roten Achse kommen, könnten auch die Chancen auf ein Comeback im ÖFB-Team steigen. (pb; derStandard.at; 5. August 2010)

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    "Er weiß, dass ich jederzeit für Österreich spielen will."

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