"Überlebensfrage" für BZÖ

5. August 2010, 10:56
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Nachhaltige politische Auswirkungen der angeblichen Geheimkonten könnten eintreten

Ist das BZÖ am Ende? Geht es nach dem Meinungsforscher David Pfarrhofer vom Market-Institut, dann könnten die angeblichen Geheimkonten von Jörg Haider im Ausland nachhaltige politische Auswirkungen haben. Pfarrhofer sagt im Ö1-Morgenjournal, dass es, sollten die Vorwürfe nicht mehr wegzudiskutieren sein, "sicherlich für das BZÖ eher eng" werden könnte.
Die Affäre um den "Übervater Haider" werde sicherlich zur Überlebensfrage für das BZÖ, so Pfarrhofer.

FPÖ: Keine Probleme erwartet

Auch Günther Ogris vom Sora-Institut sieht eine orange Krise. Wenn sich die Verdachtsmomente gegen Haider erhärten, könne das für das BZÖ bei den kommenden Landtagswahlen in der Steiermark und in Wien entscheidende Folgen haben, so Ogris zu Ö1: Das könnte dafür ausschlaggebend sein, dass sie den Einzug in die Landtage nicht schaffen, gerade weil diese Wahrscheinlichkeit ohnehin nicht sehr hoch gewesen sei.
Für die FPÖ sehen die Meinungsforscher hingegen keine Probleme. Sie könne sich wegen des Strache-Haider-Konflikts von Haider wenn nötig abgrenzen, meint Pfarrhofer. Probleme könnte es aber für Freiheitlichen Partei-Freunde in Kärnten geben, da sind sich beide Meinungsforscher einig, schließlich sei Haider für die FPK nach wie vor die Leitfigur. (red, derStandard.at, 5.8.2010)

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