Linus verärgert die Open-Source Szene

25. April 2003, 13:43
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Torvalds spricht sich nicht grundsätzlich gegen Digital Rights Management aus, "mag" es aber auch nicht

Linus Torvalds, Gründer des Open-Source-Betriebssystems Linux, zieht den Ärger vieler Open-Source-Anhänger auf sich.

Wie CNet berichtet, schrieb Torvalds in der "Linux-kernel" Mailing List, dass keines der zugrunde liegenden Prinzipien des Betriebssystems Linux Entwickler davon abhalten sollte, Technologien des Digital Rights Management (DRM) zu integrieren. Bisher setzte vor allem Microsoft mit "Next Generation Secure Computing Base" (NGSCB)(Der Webstandard berichtete), ehemals Palladium, auf Digital Rights Management (DRM).

Pragamatischer Standpunkt

Auch Torvalds "mag" DRM nicht unbedingt, möchte Linux aber nicht als politische Botschaft benützen. "Ich denke man kann Linux für was auch immer man möchte verwenden, dass beinhaltet auch Dinge, die ich selbst nicht unbedingt befürworte", erläutert der Linux Mastermind weiter seinen pragmatischen Standpunkt.

Kontroversen

Torvalds Kommentar hat heftige Kontroversen ausgelöst. Die Diskussion zum Thema "Urheberrecht" scheint mittlerweile geradezu ideologisiert, denn nicht alle teilen die Einstellung, dass Open Source-Produkte gänzlich frei von Kopierschutz und Ähnlichem sein müssten.

Aber genau diese Feedback war unter anderem auch der Grund für das Posting, erklärt Torvalds gegenüber CNet. Zudem behalte er sich aber auch das Recht vor, seine Meinung auf Grund der Ergebnisse der Diskussion zu ändern, schreibt er in einem Mail an das amerikanische Magazin.(red)

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