Bush wirft Nordkorea "Erpressung" vor

25. April 2003, 06:37
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US-Präsident: China unterstützt US-Kampf gegen Massenvernichtungswaffen

Washington - Nach dem Abbruch der Gespräche zwischen den USA und Nordkorea hat US-Präsident George W. Bush Pjöngjang "Erpressung" vorgeworfen. "Sie treiben wieder ihr altes Erpressungs-Spiel", sagte Bush am Donnerstag im Fernsehsender NBC mit Blick auf das nordkoreanische Atomprogramm. Nach Angaben der US-Regierung hatten Abgesandte Pjöngjangs bei den multilateralen Gesprächen in Peking den Besitz von Atomwaffen zugegeben.

Bush betonte, eines seiner Ziele sei der Kampf gegen die Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen und des Materials zu deren Herstellung. Dabei wisse er auch China inzwischen an seiner Seite. Er sei jetzt gespannt darauf, wie China darauf reagiere, von Pjöngjang "zurückgewiesen" worden zu sein.

Nordkorea hatte nach US-Angaben im Herbst sein Atomprogramm wieder aufgenommen und damit ein Abkommen von 1994 gebrochen. Die USA stellten daraufhin ihre Öllieferungen an das völlig verarmte Land ein. Pjöngjang reagierte mit dem Hochfahren eines Atommeilers, der Ausweisung der UN-Atominspekteure und dem Ausstieg aus dem Atomwaffensperrvertrag. Von der Regierung in Washington fordert Nordkorea den Abschluss eines Nichtangriffspakts. (APA)

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