Selbsternannter "Gouverneur" von Bagdad will Geldreserven für Beamte ausgeben

24. April 2003, 22:10
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Subeidi: Gehälter sollen "bis zu verzehnfacht" werden - 260 Millionen Dollar gestohlen

Doha - Der selbst ernannte "Gouverneur" von Bagdad, Mohammed Mohsen al Subeidi, will 1,75 Milliarden Dollar (rund 1,59 Milliarden Euro) aus dem Geldschatz der irakischen Zentralbank für die Zahlung von Beamtengehältern ausgeben. Angestellte der Zentralbank hätten ihm von den Reserven berichtet, sagte Subeidi am Donnerstag dem katarischen Fernsehsender Al Jazeera.

Er werde es verwenden, um die Gehälter staatlicher Angestellter sowie Pensionen "um das bis zu Zehnfache" zu erhöhen. 260 Millionen Dollar seien kürzlich von "einer politischen Gruppierung" aus der Bank gestohlen worden, sagte er weiter. Sollte das Geld nicht zurückgegeben werden, werde er den Namen der Gruppe nennen. Der Dieb sei "in Bild und Ton" aufgenommen worden.

Subeidi, ein langjähriger Gegner des entmachteten Staatschefs Saddam Hussein, hatte am Sonntag die Einsetzung von 22 Komitees zur Verwaltung Bagdads bekannt gegeben. Sie sollen auch für die Verteidigung und Außenpolitik verantwortlich sein. Subeidi ist nach eigener Darstellung von einer Versammlung Bagdader Würdenträger und Geistlicher gewählt worden. Die US-Armee und der US-Zivilverwalter in Bagdad, Jay Garner, erkennen ihn jedoch nicht an. (APA)

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    Subeidi ist nach eigener Darstellung von einer Versammlung Bagdader Würdenträger und Geistlicher gewählt worden

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