Bank Austria im Burgenlandwirbel

24. April 2003, 19:25
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Nach Vergleich mit Bankprüfern will das Land nun Geld von BA-CA

Eisenstadt - Das Land Burgenland hat mit den Prüfern seiner Landesbank einen Vergleich geschlossen. Die ehemalige Kanzlei "Deloitte & Touche" (jetzt Österreichische Wirtschaftsberatungs GmbH) und die "Europa Treuhand Ernst & Young" werden, gab Finanzlandesrat Helmut Bieler gestern bekannt, bis 2013 zehn Millionen Euro an Schadenersatz überweisen. Der gesetzliche Haftungsrahmen für die verhandelten fünf Jahre von 1995 bis 1999 hätte 1,8 Millionen betragen.

Und nun will das Land auch Geld vom einstigen Miteigentümer Bank Austria. Mit deren Hilfe sei im Jahresabschluss 1995, den die Prüfer ursprünglich nicht testierten, der Wertberichtigungsbedarf einer Hom-Rusch-Firma verschleiert worden. So jedenfalls formuliert es sinngemäß ein FPÖ-Antrag, der gestern einstimmig vom burgenländischen Landtag angenommen wurde.

Darin wird die Landesregierung aufgefordert, die Bank Austria zu kontaktieren und "alle weiteren Möglichkeiten zu prüfen, um eine Beteiligung der Bank Austria am in der Bank Burgenland entstandenen Schaden zu erreichen". 2004 beginnt die Rückzahlung jenes durch Landesgarantien besicherten Kredites, mit dem die Bank Austria vor zwei Jahren die Bank Burgenland vor dem Konkurs gerettet hat. (wei/DER STANDARD Print-Ausgabe, 25.4.2003)

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BA-CA
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