"Saddams Engel" und "Stolze Amerikanerinnen"

24. April 2003, 19:24
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Dixie Chicks fürchten nach Kritik an Präsident Bush um Leib und Leben

New York - Seit ihrer Kritik an US-Präsident George W. Bush wegen des Irak-Konflikts fürchten die drei Sängerinnen der US- Countryband Dixie Chicks um ihr Leben. "Ich glaube, es geht hier um mehr als die Verkaufszahlen unserer Platten. Ich mache mir Sorgen um meine Sicherheit. Um die Sicherheit meiner Familie. Wenn man Todesdrohungen bekommt", sagte die Sängerin Emily Robison in einem am Donnerstag ausgestrahlten Interview des US-Senders ABC.

In dem Interview sprechen Natalie Maines, Emily Robison and Martie Maguire erstmals über die Kontroverse, die Maines bei einem Konzert in London ausgelöst hatte. Kurz vor Beginn des Irak-Kriegs hatte sie gesagt, sie schäme sich dafür, dass Präsident Bush aus ihrem Heimatstaat Texas kommt. Seitdem wurde das Trio nach eigenen Angaben mit Hass- und Drohbriefen überhäuft. Außerdem war das Eingangstor zu Robisons Ranch in Texas zerstört worden. Zahlreiche Radiosender in den USA spielten die Lieder der Gruppe nicht mehr.

Als Antwort auf die massive Kritik hatten sich die Dixie Chicks für das jüngste Cover des Branchenmagazins "Entertaiment Weekly" nackt fotografieren lassen. Auf ihre Körper gedruckt sieht man Worte wie "Dixie Schlampen", "Verräterinnen", "Saddams Engel" und "Stolze Amerikanerinnen". "Es geht nicht darum, nackt zu sein. Wir wollten die Absurdität der extremen Schimpfworter zeigen, mit der die Leute uns beschimpft haben", sagte Maguire. (APA/dpa)

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