Covic für Aufnahme von Gesprächen zwischen Belgrad und Pristina

24. April 2003, 18:27
2 Postings

Zunächst über "moralische Fragen" - "Albaner haben unter Milosevic wirklich gelitten ..."

Belgrad - Der serbische Vizeministerpräsident Nebojsa Covic hat am Freitag die Aufnahme von Gesprächen zwischen Belgrad und Pristina vorgeschlagen. Die Gespräche sollen sich laut Covic nicht auf den endgültigen Status der derzeit von der UNO verwalteten südserbischen Provinz, sondern auf "moralische Fragen" beziehen, die beide Volksgruppen - Serben und Albaner - belasteten. Die Teilnahme von internationalen Vertretern wäre "nützlich", sagte Covic.

"Im Gespräch, das ich vorschlage, werden wir den Albanern sagen müssen, dass sie unter Milosevic wirklich gelitten haben... Serbien hat die Kraft zu sagen, dass es ihm leid tut und hat auch das Recht zu sagen, dass dies nicht bedeutet, dass es den Albanern nun besser und den Serben schlechter ergehen soll", sagte Covic bei einer Pressekonferenz in Belgrad.

Die Statusfrage soll mit Hilfe der internationalen Staatengemeinschaft gelöst werden. Keine Lösung werde "funktionsfähig" sein, wenn sich nicht Belgrad und Pristina einigen würden, betonte Covic. "Wie immer die endgültige Lösung im Kosovo ausfallen mag, wird es notwendig sein, dass wir Serben und Albaner, Belgrad und Pristina, durch freundschaftliche Treffen und offene Gespräche uns vorbereiten, sie zu akzeptieren."(APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Nebojsa Covic, serbischer Vizeministerpräsident hat den Beginn von Gesprächen zwischen Belgrad und Pristina vorgeschlagen

Share if you care.