Uganda: Rebellen entführen mindestens 180 Menschen

24. April 2003, 16:55
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"Widerstandsarmee des Herrn" trieb Einwohner um die Stadt Lira zusammen - Dutzende bereits wieder befreit

Kampala - Rebellen im Norden Ugandas haben nach Regierungsangaben vom Donnerstag mindestens 180 Menschen entführt. Kämpfer der so genannten Widerstandsarmee des Herrn hätten am Mittwoch die Bewohner von Dörfern um die Stadt Lira, etwa 360 Kilometer nördlich der Hauptstadt Kampala, zusammengetrieben und abgeführt, wie ein Regierungsbeamter am Donnerstag in Lira mitteilte. Presseberichte, nach denen es bei dem Überfall der Rebellen auch Tote gab, konnte er nicht bestätigen.

Nach Angaben eines Militärsprechers wurden 43 der Entführten bereits befreit. Bei einem Schusswechsel mit Regierunstruppen in der Nähe von Gulu, weiter nördlich, seien vier Rebellen ums Leben gekommen. Die LRA bekämpft vom Norden Ugandas und vom Südsudan aus die Regierung von Präsident Yoweri Museveni. Nach Informationen des Kinderhilfswerks UNICEF haben sie etwa 10.000 Kinder entführt. (APA/dpa)

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