Arafat verurteilt Selbstmordattentat

24. April 2003, 15:12
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Angeblich wurden am Donnerstag auch zwei Palästinenser von israelischen Soldaten erschossen

Jerusalem/Ramallah (APA/AP/AFP/dpa) - Am Tag nach der Beilegung des Streits um die palästinensische Regierungsbildung hat sich am Donnerstag in einem israelischen Bahnhof ein 18-jähriger Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt und einen Wachmann mit in den Tod gerissen. Der palästinensische Präsident Yasser Arafat verurteilte den Anschlag von Kfar Saba nördlich von Tel Aviv als "eine nicht zu tolerierende Operation gegen Zivilisten". Der Selbstmordattentäter kam nach ersten Erkenntnissen der israelischen Polizei aus einem Flüchtlingslager bei Nablus im Westjordanland.

Vor Journalisten verurteilte Arafat in seinem Hauptquartier in Ramallah gleichzeitig die Erschießung von zwei Palästinensern durch israelische Soldaten am Donnerstag im Westjordanland. Bei einem der Toten handelte es sich um einen 17 Jahre alten Schüler. Nach Augenzeugenberichten waren die Soldaten in ein Dorf nahe Nablus eingedrungen, wo sich ihnen Schüler und bewaffnete Palästinenser entgegenstellten. Es kam daraufhin zu einer Schießerei, in deren Verlauf der Jugendliche und ein 24-Jähriger getötet wurden, hieß es. (APA)

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