Japanische NEC wendet sich zum Positiven

24. April 2003, 14:19
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Trotz Umsatzrückgang dreht operatives Ergebnis ins Plus

Dem japanischen Elektronikkonzern NEC ist in seinem abgelaufenen Geschäftsjahr der Sprung in die operative Gewinnzone geglückt. Wie das Unternehmen in Tokio bekanntgab, wurde 2002 ein operatives Plus von rund 121 Mrd. Yen (910 Mio. Euro) erzielt, nachdem im Jahr zuvor noch ein Minus von 55,5 Mrd. Yen (420 Mio. Euro) ausgewiesen worden war. Beim Nettogewinn stand nach wie vor ein Minus von 24,5 Mrd. Yen (190 Mio. Euro) zu Buche, womit der Abgang gegenüber dem Vorjahr allerdings erheblich reduziert werden konnte (2001: minus 312 Mrd. Yen/2,36 Mrd. Euro).

Verluste bei Tochterunternehmen

Das Minus begründet NEC vor allem mit anteiligen Verlusten bei Tochterunternehmen und Abschreibungen wegen der geänderten japanischen Steuergesetzgebung . Umsatzmäßig musste der Konzern einen Rückgang von acht Prozent auf 4,7 Bio. Yen (35,5 Mrd. Euro) hinnehmen. Dass trotz des Umsatzrückganges die Gewinnsituation verbessert werden konnte, führt NEC auf die ersten Früchte von umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen zurück. Das Unternehmen hat eine wahre Rosskur - unter anderem mit massiven Stellenstreichungen - hinter sich.

Schwierige Bedingungen

Für das kommende Geschäftsjahr glaubt NEC an weiter schwierige Bedingungen auf dem Markt für Telekom-Infrastruktur, rechnet aber mit Fortschritten beim Handy-Verkauf vor allem auf den Übersee-Märkten. Der Umsatz soll nach den Prognosen 2003 leicht auf 4,8 Bio. Yen (36,28 Mrd. Euro) zulegen, das operative Ergebnis sollte 45 Mrd. Yen (340 Mio. Euro) im ersten Halbjahr und 180 Mrd. Yen (1,36 Mrd. Euro) im zweiten Halbjahr betragen. NEC hofft darüber hinaus, im Gesamtjahr einen Nettogewinn von 33 Mrd. Yen (250 Mio. Euro) ausweisen zu können.(pte)

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