Russpartikel-Emissionen von Diesel-Pkw zu 99,9 Prozent reduzierbar

24. April 2003, 13:55
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Niedrigere Besteuerung von Dieseltreibstoff haben einen Dieselboom ausgelöst - VCÖ fordert verpflichtenden Einbau von Filtern

Wien - Österreichs Diesel-Pkw haben im vergangenen Jahr mehr als 2.000 Tonnen Russpartikel emittiert.

Sie sind Krebs erregend und verursachen in Österreich laut WHO rund 2.400 Todesfälle pro Jahr. Laut VCÖ könnte die Russpartikel-Belastung mit geeigneten Filtern um 99,9 Prozent verringert werden. Dieses Untersuchungsergebnis nahm der Verkehrsclub am Donnerstag zum Anlass, um in einer Aussendung seine Forderung nach strengeren Abgas-Grenzwerten und dem verpflichtenden Einbau von Russpartikelfiltern zu erneuern.

Niedrigere Besteuerung von Dieseltreibstoff haben einen Dieselboom ausgelöst

1990 gab es in Österreich 409.000 Diesel-Pkw, im Vorjahr waren es bereits 1,7 Millionen. Ihr Anteil an der Autoflotte stieg damit von 14 auf 44 Prozent. "Im Jahr 2004 wird es in Österreich erstmals mehr Diesel-Pkw als Pkw mit Benzinmotor geben. Der niedrige Verbrauch und die deutlich niedrigere Besteuerung von Dieseltreibstoff haben hier zu Lande einen Dieselboom ausgelöst", erläuterte Dipl.-Ing. Wolfgang Rauh vom VCÖ-Forschungsinstitut. Selbst die ab 2005 vorgeschriebenen Euro-4-Grenzwerte erlaubten den neuen Fahrzeugen, 25 Mal mehr Russpartikel in die Luft zu schleudern als Dieselmotoren mit Filter, warnte der VCÖ. (APA)

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