"Reformieren statt abkassieren"

24. April 2003, 13:05
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GPA-Frauen-Wien starten Aktionen gegen Pensionskürzungen

Wien - Frauen sind die Hauptbetroffenen des unsozialen Pensionskürzungsprogrammes der Bundesregierung. Die GPA-Frauen werden sich daher massiv an den Aktionen des ÖGB unter dem Motto "reformieren statt abkassieren" beteiligen. Bundesweit werden aktuell Betriebsversammlungen und Straßenaktionen durchgeführt, die speziell über die frauenspezifischen Konsequenzen der Regierungspläne informieren. Über die Internet-Adresse können außerdem Protest-Emails an Bundeskanzler Schüssel, Frauenministerin Rauch-Kallat und Bundesminister Bartenstein übermittelt werden.

Straßenaktion

Die GPA-Frauen-Wien machen mit einer Straßenaktion am 25. April 2003 von 16:00 bis 17:00 Uhr auf der Mariahilfer Straße (Ecke Neubaugasse) auf die Vorhaben der Regierung aufmerksam und präsentieren ihre eigenen Strategien für eine eigenständige Frauenpension.

Obwohl die Bundesregierung in ihrem Programm die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie eine eigenständige Pensionssicherung für Frauen als Ziel formuliert hat, steuert sie in der Praxis in die genaue Gegenrichtung: Die Pläne der Regierung würden Frauen im Alter in verhängnisvolle Armutsfallen bringen, die finanzielle Abhängigkeit vom Ehepartner würde sich weiter verstärken.

3 Punkte-Strategie

Die GPA-Frauen haben eine 3-Punkte Strategie für eine tatsächliche eigenständige Alterssicherung für Frauen entwickelt: Es gelte, Lücken im Pensionsrecht zu schließen, Benachteiligungen von Frauen am Arbeitsmarkt zu beseitigen und mehr Frauen in Berufstätigkeit zu bringen. Dafür sei es vor allem erforderlich, Kindererziehungszeiten höher zu bewerten, weit zurückliegende Einkommen bei der Pensionsberechnung deutlich aufzuwerten und auch die Altersarbeitslosenleistung von einem Jahr auf 3,5 Jahre zu verlängern. (red)

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