Armutskonferenz befürchtet Anstieg der Altersarmut

24. April 2003, 12:00
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Immer mehr Menschen werden in die Mindestpension gedrängt

Wien - Die Armutskonferenz äußert in ihrer Stellungnahme zur Pensionsreform die Befürchtung, dass mit den geplanten Maßnahmen die Altersarmut ansteigen wird: "Die Zahl der unteren Einkommensbezieher/innen in der Pension wird sich vergrößern, die soziale Polarisierung verschärfen. Immer mehr alte Menschen in die Mindestpension zu drängen, bedeutet, dass immer mehr PensionistInnen krank und pflegebedürftig sein werden, aber gleichzeitig immer weniger Geld zur Bezahlung sozialer Dienstleistungen zur Verfügung haben."

Weiters heißt es in der Stellungnahme der Armutskonferenz: "Die Zahl der unteren EinkommensbezieherInnen in der Pension wird sich vergrößern, die soziale Polarisierung verschärfen. Wir sind schon jetzt eine 70-20-10 Gesellschaft. 70 Prozent bleiben von der Armutsgefährdung verschont, 20 Prozent müssen mit extrem niedrigen Einkommen zurechtkommen, 10 Prozent müssen bereits zu den Armutsgefährdeten gerechnet werden. Vier Prozent davon sind von akuter Armut betroffen. Dieses Verhältnis werde sich durch die Pensionsreform vor allem in Richtung der beiden letzten Gruppen verschlechtern." (APA)

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