Schadenersatz für schlechte Rockmusik?

24. April 2003, 12:16
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US-Konzertbesucher klagten Reed

Los Angeles - Nach einem offenbar enttäuschenden Auftritt der amerikanischen Rockband Creed fordern Konzertbesucher ihr Eintrittsgeld zurück. Wie das Unterhaltungsmedium "E!Online" am Mittwoch berichtete, haben vier Fans die Band auf Schadenersatz verklagt. Laut Klageschrift war Sänger Scott Stapp bei einem Konzert in Chicago im vergangenen Dezember "so betrunken oder unter Medikamenteneinfluss, dass er nicht einen einzigen Creed-Titel singen konnte".

Sammelklage

Die Kläger, zwei Paare, wollen das Verfahren als Sammelklage führen, so dass sich andere Fans daran beteiligen können. Rund 15.000 Besucher besuchten das von den Fans beanstandete Konzert am 29. Dezember. Dabei soll Stapp mehrmals für längere Zeit die Bühne verlassen haben. Während seines Auftritts sei er häufig umgekippt und habe sich auf dem Boden gewälzt, beschwerten sich die Fans. Neben Stapp müssen sich auch die übrigen Bandmitglieder und ihr Management vor Gericht verantworten.

Bandmanager hatte sich für "ungewöhnliche" Show entschuldigt

Nach dem Auftritt hatte sich der Bandmanager für die "ungewöhnliche" Show entschuldigt und eingeräumt, dass sie möglicherweise nicht dem "hohen Standard" von früheren Creed- Konzerten entsprach. Die Grunge-Rocker aus Florida, die 1996 ihr Debüt gaben, zählen zu den erfolgreichsten Rockbands Amerikas. Ihre Alben "My Own Prison", "Human Clay" und "Weathered" wurden millionenfach verkauft. (APA/dpa)

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