Europas Wäldern geht es wieder schlechter

24. April 2003, 11:40
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Ein Viertel der untersuchten Baumkronen geschädigt

Wien - Trotz aller Bemühungen und Konferenzen geht es den Wäldern in Europa nach einer kurzen Erholungsphase wieder schlechter. Knapp ein Viertel der untersuchten Baumkronen waren 2001 geschädigt, wie aus dem Europäischen Waldzustandsbericht 2002 hervorgeht.

Die seit langem erhöhten Stickstoffeinträge hätten außerdem zum Rückgang der Artenvielfalt beigetragen. Am übelsten ist mit einem Anteil von über 52 Prozent geschädigter Bäume die Situation in Tschechien. Aber auch in Italien, Moldawien und der Ukraine ist die Situation mit jeweils über drei Zehnteln alles andere als rosig.

Waldbericht Österreich

Nicht so drastisch, aber auch nicht gerade ein Grund zum Jubeln war der Waldbericht 2001 für Österreich. Demnach verschlechterte sich im Vorjahr der Zustand der rot-weiß-roten Kronen im Vergleich zu 2000: Mit einem Anteil von 9,7 Prozent geschädigter Bäume fiel man wieder auf das Niveau von Anfang der neunziger Jahre zurück.

Immerhin kann sich die Alpenrepublik damit trösten, dass es mit 47,6 Prozent Anteil zu den waldreichsten EU-Staaten (Durchschnitt 35,6 Prozent) zählt. In Mitteleuropa bringt es gerade noch Slowenien mit 54 Prozent auf einen besseren Wert. (APA)

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