Aktuelle Handys im Test

24. April 2003, 11:06
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Farbdisplays im Kommen - Bedienungsanleitungen nach wie vor wenig benutzerfreundlich

Im Rahmen einer europaweiten Kooperation testen Verbraucher-Organisationen regelmäßig neu auf den Markt kommende Mobiltelefone. In der Mai-Ausgabe des Magazins "Konsument" kommen zwölf für Österreich relevante neue Modelle auf den Prüfstand. Die in der Preisklasse von 170 bis 420 Euro erhältlichen Handys schneiden alle mit der Test-Note "gut" ab. Jedes zweite ist ein Triband-Handy. Sieben der Test-Handys präsentieren sich mit Farbdisplays. Die Tester kritisieren, dass gut aufbereitete Bedienungsanleitungen immer noch selten sind.

In die Hand nehmen

Angesichts der geringen technischen Unterschiede ist die einfache und verständliche Bedienbarkeit der Handys das vorrangige Auswahlkriterium. Die Zeitschrift empfiehlt daher vor der Kaufentscheidung mehrere Geräte in die Hand zu nehmen und sich ein wenig mit der Menüführung vertraut zu machen. Im Idealfall ist sie selbsterklärend. Gut aufbereitete Bedienungsanleitungen haben weiterhin Seltenheitswert - nur die Marken "Samsung" und "Motorola" fallen hier positiv aus dem Rahmen.

Keine flächendeckende Versorgung in den USA

Im Normalfall spielt Triband bei der Kaufentscheidung kaum eine Rolle, obwohl solche Handys jetzt zahlreicher auf dem Markt sind. Sie zielen auf Kunden, die auch in Übersee auf der GSM-Frequenz 1900 telefonieren möchten. Allerdings exisiert in den Vereinigten Staaten immer noch keine flächendeckende Versorgung existiert. Sinnvoller ist es, bei Bedarf an Ort und Stelle ein geeignetes Handy auszuleihen.

Farbdisplays

Mehr als die Hälfte der getesteten Geräte verfügt über Farbdisplays. Interessant ist diese Buntheit vor allem für den Fotoversand via MMS. Hier ist zu beachten, dass die passenden Kameras meist aufpreispflichtiges Zubehör sind. Zweifellos sind auch Spiele, die unter der Programmiersprache Java laufen und aus dem Internet geholt werden können, in Farbe beeindruckender. Die Konsumentenschützer raten bei Java-fähigen Geräten jedoch zur Vorsicht, weil sie anfälliger für Viren sind. Sie können per SMS verbreitet werden und das Handy lahm legen.

"Konsument"-Tipp: Obwohl der SMS-Empfang eigentlich kostenlos ist, kann es vorkommen, dass für eingehende SMS Kosten verrechnet werden. Des Rätsels Lösung ist die Handy-Funktion "SMS-Benachrichtigung": Sie ist bei manchen Handys von Haus aus aktiviert und bedeutet, dass automatisch eine kostenpflichtige Benachrichtigung auf das Handy kommt, sobald das gesendete SMS beim Empfänger eingetroffen ist. Bei hohem SMS-Aufkommen gibt es dann auf der Rechnung unangenehme Überraschungen.

Übertragungsqualität und Empfindlichkeit

Eine Novität beim aktuellen Test ist, dass erstmals die Übertragungsqualität und Empfindlichkeit der Handys mit technisch verfeinerten Methoden gemessen wurden. Alle noch auf dem Markt erhältlichen Handys, die "Konsument" bereits im Vorjahr getestet hat, wurden mit der geänderten Methode aktualisiert. Dabei zeigt sich, wie aussagekräftig die bisherigen Test-Methoden waren: Nur ein einziges Modell rutschte beim "Konsument"-Testurteil nachträglich ins "durchschnittlich" ab: Nokia 7650.

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