"Souvenirs" bei Kriegsheimkehrern sichergestellt

24. April 2003, 08:25
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Journalisten und Soldaten ließen Ölbilder und vergoldete Kalaschnikows mitgehen

Washington - US-Zollbeamte haben bei aus dem Irak zurückkehrenden Journalisten und Soldaten zahlreiche gestohlene Wertsachen und Waffen sichergestellt. Gegen einen Mitarbeiter des US-Fernsehsenders Fox wurde bereits Anklage wegen Schmuggels und Falschaussage erhoben, wie das US-Ministerium für Innere Sicherheit am Mittwoch (gestern) mitteilte. Bei seiner Ankunft auf dem Washingtoner Flughafen waren bei ihm mehrere Gemälde des entmachteten irakischen Staatschefs Saddam Hussein und seines Sohns Udai sichergestellt. Derartige Gegenstände seien keine Souvenirs oder "Kriegsbeute", sondern Diebesgut, das dem irakischen Volk gehöre, betonte der stellvertretende Innenminister Gordon England.

England: "Würdeloses Verhalten" würde nicht hingenommen werden

Die Behörden würden dieses "würdelose Verhalten einiger weniger" nicht hinnehmen, warnte England. Die Zollbehörden seien angewiesen worden, das Gepäck heimkehrender Journalisten besonders gründlich zu durchsuchen. Schmuggler würden hart bestraft. Der Zoll zeigte am Mittwoch einige der bisher bei Irak-Heimkehrern sichergestellten Gegenstände, darunter neben den Ölgemälden vergoldete Kalaschnikows, vergoldete Colts und Dolche aus Edelmetall sowie irakische Schatzbriefe. (APA)

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