"Mörder" - Uruguays Präsident beschimpft Fidel Castro

24. April 2003, 06:56
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Hinrichtung von Schiffsentführern löste harsche Kritik aus - Beziehungen zu Kuba wurden im vergangenen Jahr abgebrochen

Uruguays Präsident beschimpft auf CNN Fidel Castro als "Mörder"

Washington - Uruguays Präsident Jorge Batlle hat den kubanischen Staatschef Fidel Castro als "Mörder" beschimpft, weil er drei Männer hatte hinrichten lassen, die eine Fähre in die USA entführen wollten. Castro habe "drei Menschen ohne Prozess erschossen, deren schweres Verbrechen es war, dass sie Kuba verlassen wollten", sagte Batlle am Mittwoch in einem Interview mit dem Fernsehsender CNN. Wer so etwas tue, sei "kein Diktator, das ist ein Mörder".

Castro hatte den Präsidenten im Vorjahr "Lakai" der USA genannt

Uruguay hatte im vergangenen Jahr seine Beziehungen zu Kuba abgebrochen, nachdem Castro den uruguayischen Präsidenten als "Lakaien" der USA tituliert hatte. Batlle war am Mittwoch in Washington mit US-Präsident George W. Bush und weiteren Regierungsvertretern zusammengetroffen.

Mehrere Menschen hatten Anfang des Monats eine mit rund 40 Passagieren besetzte Fähre entführt und sie gezwungen, Kurs in Richtung USA zu nehmen, wo sie Asyl beantragen wollten. Aus Mangel an Treibstoff kam das Schiff jedoch nicht weit. Nach 20 Stunden auf dem offenen Meer wurde es zurück nach Kuba geschleppt. Die Entführung wurde schließlich mit einem Polizeieinsatz beendet. Drei der Entführer wurden hingerichtet, acht weitere zu Haftstrafen verurteilt. (APA)

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    Jorge Batlle wurde im Vorjahr von Castro "Lakai" der USA tituliert

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