Microsoft startet offiziell mit Windows Server 2003

24. April 2003, 10:18
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Softwarekonzern verspricht größere Sicherheit, Sparsamkeit und höhere Produktivität

Nach mehreren Verzögerungen, die den Launchtermin immer wieder zurück geschoben hatten, präsentiert Microsoft den jüngsten Spross seiner Server-Familie nun offiziell. Der Windows Server 2003 stellt einen radikalen Strategiewechsel bei Microsoft dar. "Der Windows Server 2003 ist das erste Produkt aus dem Konzern, das vollständig unter der Trustworthy Computing-Initiative von Microsoft entwickelt wurde", erklärte Andreas Ebert, Geschäftsführer von Microsoft Österreich, bei der Präsentation des Softwarepakets gestern, Mittwochabend, in Wien. Das offizielle Launchevent in den USA findet am 24. April in San Francisco statt. Gleichzeitig mit dem Server-Betriebssystem bringt Microsoft auch seine Entwicklungsumgebung Visual Studio .Net 2003 an den Start.

Die Hälfte der Angriffsfläche zum Vergleich von Windows NT 4.0.

Der Server bietet nach Angaben von Microsoft nur die Hälfte der Angriffsfläche zum Vergleich von Windows NT 4.0. Alle Services, die nicht für den unmittelbaren Betrieb benötigt werden, sind von Haus aus deaktiviert. Der integrierte Internet Information Server (IIS) 6.0 wurde für die verbesserte Sicherheit komplett neu programmiert. Zusätzlich wurde während der Entwicklung der Code schon ausgiebig auf Sicherheitslücken überprüft.

Wirtschaftlichkeit

Microsoft verspricht auch bei der Wirtschaftlichkeit des Servers große Steigerungen. So soll der Windows Server 2003 eine Effizienzsteigerung von rund 30 Prozent gegenüber seinem Vorgänger bieten und damit eine umfassende Server-Konsolidierung in einem Unternehmen erlauben sowie Einsparungen bei den laufenden Kosten von bis zu 20 Prozent beim Systemmanagement ermöglichen. Dies werde vor allem durch höhere Stabilität im laufenden Betrieb sowie eine einfachere Bedienbarkeit der Software erreicht. Kapazitäten in den IT-Abteilungen können so aus der Systemwartung in die Entwicklung neuer Anwendungen umgeschichtet werden. Die höhere Leistungsfähigkeit des Windows Servers 2003 soll vor allem auch den Einsatz als Datenbank-, Applicatication-, Web- oder Drucker-Server sowie für Directory Services oder Terminal Services verbessern.

Einsparung von 7,26 Mio. Euro

Als einen Launchpartner hat Microsoft das österreichische Innenministerium (BMI) präsentiert, das zurzeit für 32.000 Benutzer auf 14.000 Arbeitsplätzen eine Kommunikationsplattform auf der Basis des Windows Server 2003 aufbaut. Das BMI hat bereits 140 Rechner auf den neuen Server umgestellt. Das BMI hofft mit dem Umstieg rund zwei Drittel seiner 1.500 Server einsparen zu können. Im laufenden Betrieb soll damit eine Einsparung von 7,26 Mio. Euro in den kommenden fünf Jahren erreicht werden.

Vier Versionen

Der Windows Server 2003 wird in vier Versionen (Web, Standard, Enterprise sowie Datacenter Edition) ausgeliefert. Die Enterprise Edition und die Datacenter Edition sind in Ausführungen für 32-Bit- und 64-Bit-Systeme verfügbar. Die Webserver-Version wird ab voraussichtlich 399 Euro verfügbar sein. Die Standardversion soll für 600 bis 650 Euro zu haben sein. Die Plattform wird bereits zur Einführung von 220 zertifizierten Anwendungen unterstützt. Mehr als 1.700 sollen in den nächsten Monaten folgen. (pte)

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