Rapid wieder erwacht: 0:0 gegen GAK

24. April 2003, 12:55
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Verbesserte Hütteldorfer erspielten sich gegen die Grazer zahlreiche Chancen, Treffer fiel jedoch keiner - Rapid 448 Minuten ohne Torerfolg

Rekordmeister Rapid und Cupsieger GAK haben sich am Mittwoch in der 30. Runde der T-Mobile-Bundesliga torlos getrennt. Die vor allem kämpferisch verbesserten Hütteldorfer stoppten damit zwar ihre Negativserie von drei Niederlagen in Folge, verlängerten aber gleichzeitig ihre torlose Zeit auf 448 Minuten. Die Grazer kamen vor lediglich 4.400 Zuschauern zum zweiten Mal in Serie nicht über ein Remis hinaus, verschoben aber durch den Punktgewinn die Meisterfeier der Wiener Austria zumindest bis Sonntag, wenn der GAK die Austria zu Gast hat.

"Wir wollen euch kämpfen sehen"

Nach der Pleiten, Pech und Pannen-Serie der Wiener waren die Ansprüche des grün-weißen Anhangs bescheiden. "Wir wollen euch kämpfen sehen", war vor dem Spiel von den spärlich gefüllten Rängen zu hören und die Mannschaft nahm sich dies zu Herzen. Mit dem "Baby-Sturm" Kienast (19 Jahre)/Wallner (21) und angetrieben von Kapitän Herzog starteten die Hütteldorfer mit viel Biss und Engagement. Nach fünf Minuten tauchte Rapid bereits zum ersten Mal gefährlich im GAK-Strafraum auf, nach Ivanschitz-Vorlage wurde aber ein Schuss von Herzog im letzten Moment von Pötscher abgeblockt.

GAK vorsichtig bis gefährlich

Die Rapidler legten mit Distanzversuchen durch Kienast (7.), Ivanschitz (9.) und Prisc (11.) nach, ehe der GAK durch Aufhauser zum ersten Torschuss kam (15.). Wie von Erfolgscoach Walter Schachner angekündigt, nahm der GAK nach vorsichtigem Beginn immer mehr das Ruder in die Hand und fand auch noch vor dem Wechsel zwei dicke Möglichkeiten vor: zunächst kam Tutu nach Pötscher-Flanke aus sieben Metern freistehend zum Schuss (39.), danach scheiterte der 23-Jährige aus Ghana per Kopf (45.).

Nach der Pause flachte die Partie lange Zeit völlig ab, die wenigen Chancen hatte aber Rapid. Kienast scheiterte mit einem Volley (58.) und einem Kopfball (61.), Herzog aus elf Metern nach Ivanschitz-Vorlage (63.).

Edlinger für mehr Schlagkraft

Rapid-Präsident Rudolf Edlinger, der zuletzt harte Kritik an seinen Kickern übte, sah die einsatzfreudige Darbietung des Rekordmeisters mit Wohlwollen, kündigte aber dennoch neuerlich Änderungen auf dem Rasen und abseits des Feldes an. "Nichtsdestotrotz, wir werden die Mannschaft an einigen Positionen verändern, um mehr Schlagkraft zu erhalten", so Edlinger, der auch das Management schon bald verstärken möchte: "Es wird zu einer Trennung der Bereiche Sport sowie Wirtschaft/Marketing kommen."

Auch die Fans wussten den von Trainer Hickersberger erhofften und auch eingetretenen Stimmungswandel innerhalb ihrer Mannschaft zu schätzen, sprachen aber auch per Transparent im Fan-Sektor eine klare Warnung aus: "Unsere Liebe ist grenzenlos, unsere Geduld nicht!" (APA)

  • Rapid Wien - GAK 0:0
    Hanappi-Stadion, 4.400, SR Mostböck

    Rapid: Payer - Prisc (74. Markus Hiden), Knez, Feldhofer, Jazic - Hofmann, St. Kulovits, Herzog, Ivanschitz (84. Sobotzik) - Kienast, Wallner (81. R. Wagner)

    GAK: Schranz - Pötscher, Ehmann, Tokic, Hartmann - Ramusch (72. Standfest), Bazina, Aufhauser, Milinkovic (79. Brunmayr), Dmitrovic - Tutu (60. Naumoski)

    Gelbe Karten: keine bzw. Tutu, Ehmann, Pötscher

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      Boban Dmitrovic (GAK/li) und Mario Prisc (Rapid) kämpften mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln.

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      Der erst 19-jährige Rapidler Roman Kienast wirbelte kräftig durch die GAK-Reihen, sorgte für viele positive Akzente.

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