Moskau zufrieden mit Lösung für Kaliningrad-Transit

23. April 2003, 19:44
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Brüssel bietet billiges und unkompliziertes Dauervisum für Transitverkehr durch Litauen

Moskau - Nach jahrelangen Konflikten um die Zukunft der Exklave Kaliningrad (Königsberg) hat sich Russland zufrieden mit den jüngsten Visa-Vorschlägen aus Brüssel gezeigt. "Jetzt sind fast alle Sorgen der russischen Seite erledigt", sagte der Kaliningrad-Beauftragte des Kremls, Dmitri Rogosin, am Mittwoch nach einem Treffen mit Präsident Wladimir Putin in Moskau. Die isolierte Lage des früheren Nordostpreußens nach der Aufnahme Litauens und Polens in die EU im kommenden Jahr steht im Mittelpunkt des Russland-EU-Gipfels Ende Mai in St. Petersburg.

Die EU biete ein billiges und unkompliziertes Dauervisum für den russischen Transitverkehr durch Litauen in die Exklave an, erläuterte Rogosin. Damit habe sich Brüssel von seiner im Schengener Abkommen (über den freien Grenzverkehr) vereinbarten starren Haltung gelöst. Bereits zum 1. Juli sollen in Litauen neue Regeln für den Transitverkehr von und nach Kaliningrad in Kraft treten. (APA/dpa)

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