Die Parallel-Einpark-Formel

23. April 2003, 19:29
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Mathematikerin entwickelte komplizierte Gleichung, die allen Einpark-Geplagten verrät, ob sich die Mühe überhaupt lohnt

London - Die britische Mathematikerin Rebecca Hoyle hat eine mathematische Formel für das perfekte Parallel-Einparken entwickelt. Die komplizierte Gleichung von Hoyle, tätig an der Surrey University, soll einen Volvo-Kombi in eine Mini-Lücke verfrachten können. Schon im Vorhinein soll die Gleichung dem Fahrer verraten, ob es sich lohnt, einen Parkversuch zu starten.

Im Auftrag eines Versicherungskonzerns

Die Formel tüftelte die Britin im Auftrag des Versicherungskonzerns esure aus, der die Zahl der Blechschäden durch Fehler beim Einparken verringern will. Sie beinhaltet den breitesten Punkt des Autos, den Mittelpunkt zwischen den Achsen, die Distanz zwischen diesem Mittelpunkt und der Front bzw. dem Heck und den Minimum-Radius des Wendekreises. Hinzu kommen der Abstand des bereits parallel gestellten Autos am Beginn, die optimale Entfernung vom Randstein und die Distanz der Wagenfront am Ende des Parkmanövers. Die Komplexität der Formel kann laut der Mathematikerin für Laien auf ein paar wenige Tipps reduziert werden, berichtet die britische Times.

Voraussetzungen

"Die notwendigen Voraussetzungen für ein perfektes S-förmiges Parallell-Parkmanöver sind die richtige Startposition, die Größe der verfügbaren Parklücke und die richtige Handhabung der Steuerung innerhalb des zur Verfügung stehenden Einschlagraumes" resümiert Hoyle. Auch eine gewisse praktische Übung sei vorteilhaft.

Im vergangenen Jahr hat sich für ein Versicherungsunternehmen das Vorurteil, dass Frauen die schlechteren Einparker sind, bestätigt. Demnach sollen weibliche Autofahrer doppelt so häufig wie Männer mit parkenden Autos kollidieren, um 23 Prozent häufiger mit einem stehenden Auto zusammenstoßen und um 15 Prozent eher beim Reversieren ein anderes Fahrzeug beschädigen. (pte)

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