Leser- statt Trinkeradoption

24. April 2003, 10:44
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Die Idee ist gut übernommen. Das zuzugeben hat Mirjam Reither nicht das geringste Problem. Schließlich sieht die Marketingleiterin des Hauptverbandes des österreichischen Buchhandels nur wenige Konkurrenz- oder Überschneidungsfelder zwischen der britischen Pubszene und dem heimischen Buchhandel.

Und die Idee, weniger betuchte Kunden zu "adoptieren", stammt aus England: Zur Förderung der Pubs können dort besser situierte Trinker ärmere an Kindes statt anerkennen - und ihnen Biergutscheine zukommen lassen. Und weil, was armen Schluckern recht, sozial benachteiligten Lesern billig sein wird (und am Mittwoch "Welttag des Buches" war) gibt es nun eine Leser-Adoptions-Homepage (www.buecher.at/welttag/adoption).

Mit 10 Euro "Adoptionsgebühr" kann man dort nicht nur einem Gerneleser helfen, sondern auch aktiv zur Arbeitsplatzsicherung in der Bücherbranche beitragen. Um das Kneipenhilfswerk, bedauert Reither, müsse sich aber - bitte - wer anderer kümmern. (DER STANDASRD, Printausgabe, 24.4.2003)

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