Streichelgefahr

23. April 2003, 20:50
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Tierärzte haben Spulwurm-Eier erstmals in Hundefell nachgeweisen - schon bei der Liebkosung droht Wurminfektion

London - Hundeliebhabwern kann einer wissenschaftlichen Studie zufolge schon beim Streicheln ihrer Vierbeiner eine gefährliche Wurminfektion drohen, die bis zur Erblindung führen kann. Neuesten Erkenntnissen zufolge nisteten sich die Eier des gefürchteten Spulwurms Toxocara canis auch im Fell der Tiere ein, berichtet das britische Wissenschaftsmagazin "New Scientist" in seiner jüngsten Ausgabe.

Bisher waren lediglich Infektionen über Fäkalien oder verschmutzte Erde bekannt geworden. Der Spulwurm befällt die Eingeweide von Hunden und wird über den Kot ausgeschieden.

Aufnahme über den Blutkreislauf

Beim Menschen werden die nur einen Millimeter großen Eier nach einer Aufnahme über den Blutkreislauf in Lungen, Leber oder Augen transportiert, wo der Wurm im schlimmsten Fall zur Erblindung führen kann. Britische Tierärzte fanden bei der Untersuchung von sechzig Hunden nun bei jedem vierten auch Wurmeier auf dem Fell. Drei der 71 Eier waren so weit entwickelt, dass sie auch Menschen hätten infizieren können.

Die Tierärzte empfehlen eine regelmäßige Entwurmung der Haustiere. Zudem müsse nach dem Kontakt mit den Tieren besonders bei Kindern auf sorgfältige Hygiene geachtet werden. Nach intensivem Streicheln empfehlen die Veterinäre Händewaschen. In den USA infizieren sich jedes Jahr rund 10.000 Menschen mit Toxocara. (APA/AFP)

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