Baltische Staaten vereinbaren Zusammenarbeit bei EU-Volksentscheiden

24. April 2003, 16:09
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"Bürger informieren statt beeinflussen"

Tartu - Die baltischen Staaten wollen bei den in ihren Ländern bevorstehenden Volksentscheiden über den EU-Beitritt eng zusammenzuarbeiten. Dies vereinbarten die Präsidenten Arnold Rüütel (Estland), Vaira Vike-Freiberga (Lettland) und Rolandas Paksas (Litauen) am Donnerstag bei einem Treffen in der estnischen Universitätsstadt Tartu (Dorpat), wie die Präsidialverwaltungen mitteilten. In Litauen wird bereits am 10. und 11. Mai in einem Referendum über die für 2004 geplante EU-Mitgliedschaft abgestimmt, in Lettland und Estland erst im September.

Da in Litauen Umfragen zufolge derzeit die höchste Zustimmung zum EU-Betritt besteht, wolle man die dortigen Erfahrungen nutzen, hieß es von lettischer und estnischer Seite. Paksas sagte, "die Bürger müssen informiert anstatt beeinflusst werden". Daher sei es besonders wichtig, alle gesellschaftlichen Gruppen in die Diskussion mit einzubeziehen.(APA/dpa)

  • Estland, Lettland und Litauen wollen Möglichkeiten einer künftigen Zusammenarbeit prüfen.
    foto: epa/stephen jaffe

    Estland, Lettland und Litauen wollen Möglichkeiten einer künftigen Zusammenarbeit prüfen.

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