Goldman Sachs: Bärenmarkt zu Ende

23. April 2003, 17:13
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US-Investmentbank weiß von einem Abflauen des Negativtrends an Europas Börsen - Euroland hinkt US-Wachstum hinterher

Frankfurt - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hält den langwierigen Negativtrend an Europas Aktienmärkten für beendet. "Unser Gefühl ist, dass der Bärenmarkt im März diesen Jahres aufgehört hat", sagte der für Europa zuständige Chefstratege bei Goldman, Peter Oppenheimer, am Mittwoch in einer Videokonferenz. Nun sind nach Einschätzung der Analysten bei den europäischen Indizes bis Mitte 2003 Gewinne von rund zehn Prozent möglich. Nach den drastischen Einbrüchen strebten viele der extrem niedrig bewerteten europäischen Märkte wieder nach oben, sagte Oppenheimer.

Ein unerbittlicher Abwärtstrend an den europäischen Börsen hatte allein den Deutschen Aktienindex (Dax) in den vergangenen drei Jahren mehr als 75 Prozent gekostet, der größte Absturz seit der großen Depression 1929. Der paneuropäische FTSE Eurotop 300 büßte über 50 Prozent ein.

Makroökonomisch gesehen werde das Euroland im laufenden Jahr weniger stark wachsen als die USA, schätzt Oppenheimer. "Wir erwarten ein Wachstum von zwei Prozent der US-Wirtschaft in diesem Jahr, aber nur ein Plus von 0,9 Prozent in der Eurozone." Als Grund für das gehemmte Wachstum nannte Goldman Sachs vor allem den starken Anstieg des Euro, der speziell das exportabhängige Deutschland belaste. (APA/Reuters)

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