Falsche Ernährung: Hauptursache für chronische Erkrankungen

25. April 2003, 19:33
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FAO und WHO veröffentlichten Expertenbericht

Rom/Wien - Die Welternährungsorganisation (FAO) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) präsentierten am Mittwoch in Rom einen unabhängigen Expertenbericht zum Thema Ernährung im Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen. Dieses Expose mit dem Titel "Diet, Nutrition and the Prevention of Chronic Diseases" soll als Basis für den Kampf gegen dieses Problem dienen.

Laut dem Bericht stieg die Häufigkeit chronischer Krankheiten in den vergangenen Jahren rapide. 2001 verursachten sie etwa 59 Prozent von 56,5 Millionen Todesfällen weltweit und 46 Prozent der aufgetretenen Krankheiten. Verhindert werden können diese Todesfälle und Krankheiten durch eine geringere Zufuhr von gesättigten Fettsäuren, Zucker und Salz, eine höhere Zufuhr von Gemüse und Obst sowie eine regelmäßige körperliche Betätigung.

Die besten Daten

Der Bericht enthält laut FAO die besten aktuellen wissenschaftlichen Daten, welche die Beziehung zwischen Ernährung, körperlicher Betätigung und chronische Beschwerden durchleuchten. In dem Expose wurden Herz-Kreislauf-Erkrankungen, mehrere Krebsformen, Diabetes, Fettleibigkeit und Zahnerkrankungen untersucht.

Die FAO rief dazu auf, dass alle Länder gegen das Auftreten von chronischen Erkrankungen ankämpfen müssten. Sie sollen die gesündere Ernährung und die sportliche Betätigung unterstützen.

"Nicht nur Probleme der reichen Länder

"Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Krebs und Fettleibigkeit sind nicht mehr länger Probleme der reichen Länder", sagte Gro Harlem Brundtland, WHO-Generaldirektorin. "Die Mehrheit der Fälle von chronischen Beschwerden kommen in den Entwicklungsländern vor", fügte sie hinzu. Jedoch hätten Entwicklungsländer einfach nicht die Ressourcen in ihrem Gesundheitssystem und könnten dadurch nicht zusätzlich zu ihren Gesundheitsproblemen mit diesen chronischen Erkrankungen zurecht kommen, betonte die FAO.

Die Praxis habe jedoch gezeigt, dass Interventionen innerhalb der gesamten Bevölkerung in einem relativ kurzem Zeitabschnitt zu signifikanten Veränderungen führen könne, meinte Brundtland. (APA)

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