Mubarak fordert Ende der Besatzung im Irak

23. April 2003, 13:09
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Bildung einer legitimen Regierung urgiert

Kairo - Der ägyptische Staatspräsident Hosni Mubarak hat ein Ende der Besatzung des Irak und einen schnellstmöglichen Truppenrückzug gefordert. In einer Fernsehansprache verlangte Mubarak am Mittwoch in Kairo, dass die Vereinten Nationen eine entscheidende Rolle bei der Wiederherstellung von Stabilität und Sicherheit im Irak spielen sollten. Es müsse in Bagdad sofort eine legitime neue Regierung gebildet werden, die von allen Irakis gewählt werde und alle Richtungen der Gesellschaft repräsentiere.

Mubarak warnte vor einer Ausbreitung von Chaos im Irak und einer humanitären Katastrophe als Folge der militärischen Besatzung. Ägypten habe viele Male vor den Gefahren eines "nicht ausgewogenen Krieges" gewarnt, aber niemand habe auf den Rat und die Warnungen gehört, sagte der Staatschef. Er forderte die US-Regierung zudem auf, eine aktive Rolle im Nahost-Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern einzunehmen. Die USA und die internationale Gemeinschaft müssten dafür sorgen, dass der Nahost-Friedensfahrplan von beiden Konfliktparteien umgesetzt werde. Ziel bleibe eine unabhängiger palästinensischer Staat bis 2005.(APA/dpa)

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