Vorarlberger Wissenschaftspreis für Höhenmediziner Oswald Oelz

23. April 2003, 12:03
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Den Förderpreis erhielt der Kardiologe Bernhard Metzler

Bregenz - Mit dem Wissenschaftspreis des Landes Vorarlberg wurden heuer herausragende medizinische Leistungen ausgezeichnet. Der mit 7.300 Euro dotierte Preis ging an Oswald Oelz, Chefarzt der Medizinischen Klinik Stadtspital Triemli in Zürich und Facharzt für Höhenmedizin. Bernhard Metzler, Facharzt für Innere Medizin/Kardiologie an der Universitätsklinik in Innsbruck, erhielt den mit 3.700 Euro dotierten Förderpreis des Landes.

"Wissenschaft und Forschung sind wichtige Grundlagen für eine positive gesellschaftliche Entwicklung", betonte Landeshauptmann Herbert Sausgruber am Dienstag Abend bei der Verleihung des Wissenschaftspreises. "Das ist auch ein Grund, warum das Land Vorarlberg im Jahr 2000 die Vergabe eines eigenen Wissenschaftspreises für herausragendes Engagement im Bereich der wissenschaftlichen Forschung beschlossen hat".

Lebensretter

Oswald Oelz wurde 1943 in Rankweil geboren und promovierte 1968 zum Doktor der gesamten Heilkunde an der Universität Innsbruck. Anschließend arbeitete er am Universitätsspital in Zürich. Zu seinem Spezialforschungsgebiet zählen die akute Bergkrankheit und das Höhenödem. Sein Werk umfasst über zweihundert medizinisch- wissenschaftliche Publikationen sowie zahlreiche Veröffentlichungen zu Alpinismus und allgemeinen Lebensfragen.

Neben seiner herausragenden fachlichen Kompetenz und der Leistungen für die wissenschaftliche Forschung waren für die Jury aber auch seine hohen menschlichen Qualitäten mitentscheidend für die einstimmige Platzierung auf dem ersten Platz, betonte Sausgruber: "Oswald Ölz hat unter schwierigsten Bedingungen am Mount Kenya einem Kameraden das Leben gerettet."

Zusammenhänge zwischen Immunsystem und Herzerkrankungen

Das "Jungtalent" Bernhard Metzler wurde 1969 in Egg geboren und promovierte 1996 zum Doktor der gesamten Heilkunde an der Universität Innsbruck. Seit 1998 ist er Assistenzarzt an der Universitätsklinik für Innere Medizin (Abteilung Kardiologie). Er überzeugte die Jury auf Grund der fachlich herausragenden Forschungen und Publikationen. Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit ist die Erforschung der Zusammenhänge zwischen Immunsystem und Herzerkrankungen.

Die Ermittlung der Preisträger erfolgt durch eine Jury, der Vertreter aus den Bereichen Geisteswissenschaften, Wirtschaft, Medizin und Naturwissenschaften angehören. (APA)

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