SAP-Konkurrent Peoplesoft verzeichnet wie erwartet Gewinnrückgang

23. April 2003, 11:48
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Finanzschef Kevin Parker kündigte ein umfangreiches Sparprogramm an.

Der US-Softwarehersteller und SAP-Konkurrent PeopleSoft hat wie erwartet im ersten Quartal 2003 weniger verdient als im Vorjahr. Finanzschef Kevin Parker kündigte ein umfangreiches Sparprogramm an.

Der Gewinn von PeopleSoft ging in den ersten drei Monaten dieses Jahres auf 38 Millionen Dollar (zwölf Cent pro Aktie) von 44,5 Millionen Dollar (14 Cent pro Aktie) im vergleichbaren Vorjahreszeitraum zurück, wie das Unternehmen am Dienstag nach Börsenschluss in New York mitteilte. Der Umsatz sank den Angaben zufolge um fast fünf Prozent auf 460 Millionen Dollar von 483,27 Millionen Dollar.

Anfang April hatte PeopleSoft seine Gewinnprognosen bereits nach unten korrigiert und mit elf bis zwölf Cent pro Aktie angegeben. Zunächst war das Unternehmen von einem Gewinn von 13 bis 14 Cent ausgegangen.

In einer Telefonkonferenz kündigte Finanzmanager Parker als Reaktion auf schwierige Marktbedingungen im Bereich Software die Streichung von 200 Stellen im Verwaltungs- und Support sowie die Schließung des Büros in Santa Clara an. Die Angestellten von dort würden in die Zentrale nach Pleasanton in Kalifornien umgesiedelt. Im Ergebnis rechne das Unternehmen mit Einsparungen durch diese Initiative bis 2004 in Höhe von rund einer Million Dollar bei den laufenden Betriebsausgaben.

Für das zweite Quartal rechne PeopleSoft nur mit einer leichten Steigerung beim Software -Verkauf, dessen Volumen auf 85 bis 95 Millionen Dollar geschätzt werde. Erst für das vierte Quartal sei wieder ein bescheidenes Wachstum zu erwarten. (Reuters)

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