Marlboro Mann wehrt sich

23. April 2003, 12:04
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Philip Morris beantragt Urteilsrevision - Tabakkonzern nach Sammelklage wegen Light-Zigaretten zu 10,1 Milliarden Dollar Schadenersatz verurteilt

New York - Der Zigarettenhersteller Philip Morris USA, eine Tochtergesellschaft der Altria Group Inc, hat ein Gericht in Chicago angerufen, das Schadenersatzurteil in Höhe von 10,1 Milliarden Dollar gegen den Konzern zu überprüfen. Dies teilte Philip Morris am Dienstag mit.

Philip Morris fordere die Aufhebung des Urteils oder die Herabsetzung der Strafe, teilte der Konzern mit. Richter Nicholas Byron vom Regierungsbezirk Madison County in Edwardsville wird seine Entscheidung voraussichtlich am Donnerstag bekannt geben.

Raucher irregeführt

Im März hatte Byron den Konzern mit der Begründung verurteilt, das Unternehmen habe fälschlicherweise behauptet, leichte Zigaretten seinen weniger gefährlich als gewöhnliche Marken. Hierdurch habe Philip Morris Raucher irregeführt.

Drei Milliarden Dollar plus 600 Millionen Dollar Zinsen sollen an den Staat Illinois gezahlt werden, der Rest an die Unterzeichner der Sammelklage.

Ursprünglich sollte Philip Morris 12 Milliarden Dollar Kaution für den Fall hinterlegen, dass der Konzern die Klage verliert. Byron halbierte diesen Betrag vorige Woche. Am Freitag reichte Philip Morris Klage ein, um zu verhindern, dass der Regierungsbezirk Cook County die drei Milliarden Dollar kassiert.

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