USA sinnieren über "Retourkutsche" für Frankreich nach

24. April 2003, 09:40
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US-Außenministerium: Mögliche Bestrafung für kritische Haltung zum Irak-Krieg wäre, Frankreich von bestimmten NATO-Entscheidungen auszuschließen

Washington - Ein Vertreter des US-Außenministeriums hat Mittwoch, in Washington angedeutet, eine mögliche Bestrafung Frankreichs für dessen kritische Haltung zum Irak-Krieg der USA wäre, dass die USA versuchen könnten, Frankreich von bestimmten NATO-Entscheidungen auszuschließen. US-Außenminister Colin Powell hatte am Dienstag auf die Frage von Journalisten, ob Frankreich noch mit Konsequenzen wegen seiner US-kritischen Haltung zum Irak-Krieg rechnen müsse, mit "Ja" geantwortet. Am Mittwoch hatte Powell mit seinem Kollegen Dominique de Villepin telefoniert.

"Vergeltung" gegen Frankreich

Im US-Verteidigungsministerium hieß es, es werde heftig über eine Art "Vergeltung" gegen Frankreich nachgedacht. Einige führende Köpfe des Pentagon seien dafür, die Regierung in Paris so zu behandeln wie seinerzeit Peking in der Spionageflugzeug-Affäre im April 2001. Nach dem Zusammenstoß eines chinesischen Kampfflugzeugs mit dem US-Aufklärer hatten die USA die militärischen Kontakte zu China zunächst abgebrochen und danach nur fallweise wieder eingeführt.

Ein Vertreter des Außenministeriums deutete laut Nachrichtenagentur Reuters an, bestimmte Themen, die bisher im NATO-Rat erörtert würden, könnten auf das NATO-Verteidigungsplanungskomitee verlagert werden, wodurch Frankreich dann vor der Tür bleiben würde. (APA/Reuters)

  • US-Außenminister Colin Powell hat Frankreich
wegen seiner Anti-Kriegshaltung mit Konsequenzen gedroht
    montage: derstandard.at

    US-Außenminister Colin Powell hat Frankreich wegen seiner Anti-Kriegshaltung mit Konsequenzen gedroht

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