Streit um UN-Embargo

23. April 2003, 10:37
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US-Regierung lehnt Vorschlag Frankreichs nach Aussetzung ab und fordert vollständige und sofortige Aufhebung

New York - Die US-Regierung hat sich gegen den Vorschlag Frankreichs zur zeitweiligen Aussetzung der UN-Sanktionen gegen den Irak ausgesprochen. "Sanktionen werden von nun an nicht mehr gebraucht", sagte Außenamtssprecher Richard Boucher am Dienstag in Washington. Mit einer zeitweiligen Aussetzung würden die Sanktionen jedoch nicht verschwinden. Kurz zuvor hatte der französische UN-Botschafter Jean-Marc de La Sabliere eine vorübergehende Aussetzung der vor 13 Jahren verhängten Sanktionen vorgeschlagen.

Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, John Negroponte, bekräftigte die Forderung Washingtons nach einer vollständigen Aufhebung der UN-Strafmaßnahmen. Diese müssten so bald wie möglich aufgehoben werden, forderte der Diplomat nach der UN-Sicherheitsratssitzung am Dienstag in New York. Auf die Frage nach einer Rückkehr der UN-Inspektoren in den Irak antwortete Negroponte ausweichend, die USA betrachteten die Entwaffnung des Irak als eine Aufgabe der Kriegskoalition.(APA)

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